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31.01.2007

11:33 Uhr

Ergebnis der Erneuerungsrunde

Münchener Rück zeichnet mit Maß

Die Münchener Rück spürt die Folgen ihrer behutsamen Zeichnungspolitik. In der abgelaufenen Erneuerungsrunde, die als wichtigste der Branche gilt, sanken die Prämien um drei Prozent oder etwa 300 Millionen Euro.

HB MÜNCHEN. Die Münchener zogen sich 2006 aus dem französischen und deutschen Auto-Geschäft zurück. Auch in China habe man unprofitable Verträge mit Erstversicherern gekündigt. Es sei nicht schlüssig, vom jetzigen Prämienrückgang auf das laufende Geschäftsjahr zu schließen, sagte eine Sprecherin. Vielmehr gehe es darum, profitabel zu wachsen. „Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis der Erneuerungsrunde“, sagte Vorstand Torsten Jeworrek. Er räumte ein, dass man den Wettbewerb spüre.

Die Münchener Rück, die für 2006 mit einem Rekordergebnis von bis zu 3,4 Mrd. Euro rechnet, hat zum 1. Januar rund zwei Drittel ihrer Verträge aus dem wichtigsten Bereich Schaden- und Unfall-Rückversicherung neu verhandelt. Dies läuft auf ein Prämienvolumen von etwa 9 Mrd. Euro hinaus. In Branchenkreisen hieß es, die Erneuerungsrunde zeige, dass von einem einheitlichen Rückversicherungszyklus nicht die Rede sein könne. Vielmehr müsse man nach Regionen und Bereichen unterscheiden. So konnten die Münchener die Preise im Hurrikan-sensiblen US-Geschäft steigern, obwohl die Sturmsaison glimpflich verlaufen war.

Die Analysten waren sich nicht einig. Während Konrad Becker von Merck Finck erklärte, die vorsichtige Zeichnungspolitik stehe in Einklang mit der Unternehmensstrategie, bewertete Lucio Di Geronimo von der Hypo-Vereinsbank das Ergebnis als „leicht enttäuschend“. Er sieht erste Anzeichen für einen sich abschwächenden Zyklus.

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