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27.02.2004

14:50 Uhr

Ermittlungen gegen mehrere Ex-Topmanager

If-Verkauf verschafft Skandia Gewinnsprung

Der schwedische Finanzkonzern Skandia hat im letzen Quartal 2003 einen operativen Gewinn von 4,9 Milliarden Kronen (531 Millionen Euro) erwirtschaftet. Im vierten Quartal 2002 schrieb der Konzern noch 245 Millionen Kronen Verlust.

HB STOCKHOLM. Besonders der Verkauf der Versicherungstochter If war für die drastische Verbesserung der Ertragslage verantwortlich, berichtete das Unternehmen am Freitag in Stockholm. Der Umsatz stieg im vierten Quartal um 31 Prozent auf 21,1 Milliarden Kronen. Der Hauptversammlung am 15. April werde die Zahlung einer Dividende von unverändert 0,30 Kronen je Aktie vorgeschlagen.

Für das laufenden Geschäftsjahr sieht sich das Unternehmen gut gerüstet. Die in den vergangenen Jahren umgesetzten Sparmaßnahmen hätten dazu beigetragen, dass die Kosten um knapp 1,2 Mrd. Kronen gesunken seien, erklärte CEO Hans-Erik Anderesson.

Für das Gesamtjahr 2003 meldete Skandia einen operativen Gewinn von 6,4 Milliarden Kronen gegenüber 1,7 Milliarden Kronen 2002. Der Umsatz stieg um neun Prozent auf 75,4 Milliarden Kronen. Die Summe der verwalteten Aktiva stieg in Jahresfrist per Ende Dezember auf 625 (539) Mrd. Kronen, die der verwalteten Fonds auf 309 (242) Mrd. Kronen. Der Nettovermögenswert nahm auf 30,5 (27,0) Mrd. Kronen zu.

Skandia hatte in der zweiten Jahreshälfte 2003 negative Schlagzeilen wegen des Vorwurfs gemacht, dass der lange angeschlagene Konzern seine Bilanzen zu Lasten der ausgegliederten Lebensversicherungs-Sparte und deren Sparer sanieren wollte. Gegen mehrere Ex-Topmanager laufen außerdem Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, weil sie teure Immobilien des Unternehmens widerrechtlich für sich selbst oder Angehörige genutzt haben sollen.

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