Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.03.2006

10:10 Uhr

Erste Produkte platziert

ING drängt in deutschen Derivatemarkt

Die niederländische ING Group steigt in den deutschen Markt für Zertifikate und strukturierte Finanzprodukte ein. Dazu hat die Bank zwei Experten angeworben, die ab Sommer ein Büro in Frankfurt beziehen sollen.

drz DÜSSELDORF. Erste Produkte hat das Institut bereits platziert.

Seit der Trennung von der BHF-Bank Ende 2004 hat die ING in Deutschland keine Vertriebsschiene mehr für eigene Zertifikate. Dabei wächst der Markt mit Derivaten für Privatanleger kräftig. Das Volumen beträgt nach Schätzung des Derivate Forums 85 Mrd. Euro.

Nun plant die ING-Investmentbank den Wiedereinstieg. Ein erstes Garantiezertifikat legte sie im Dezember zusammen mit der deutschen Schwester ING-Diba auf. Auch für das Wealth Management der UBS konstruierte die Bank ein Papier.

Die Direktbank Diba ist mit ihren 5,4 Millionen Kunden ein attraktiver Vertriebskanal für eigene Zertifikate, zumal die deutsche Tochter in dem Bereich Nachholbedarf hat – bisher konzentriert sie sich auf Kredite, Fonds und Baufinanzierungen. Die ING-Diba werde aber weiterhin Zertifikate verschiedener Emittenten anbieten, sagte ein Diba-Sprecher. Aus Sicht der Direktbank ist die eigene Investment-Banking-Schwester damit nur ein Anbieter unter vielen.

Bei der ING Bank in Amsterdam treibt der Niederländer Ate Weber den Markteintritt bereits seit Oktober voran. „Wir werden versuchen, unsere weltweite Expertise im deutschen Zertifikatemarkt zu nutzen“, sagte Weber dem Handelsblatt. Neben Produkten für Privatanleger wird die neue Einheit in Frankfurt auch Derivatestrukturen für institutionelle Kunden, zum Beispiel Landesbanken, anbieten. Dieser Markt ist ebenso heiß umkämpft wie das Geschäft mit Privatanlegern.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×