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06.03.2006

10:07 Uhr

Erwartungen übertroffen

HSBC verdient glänzend

Die größte britische Bank HSBC hat im vergangenen Jahr getragen von einem starken Privatkundengeschäft den Gewinn zweistellig gesteigert.

HB LONDON. Die Großbank fuhr im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von rund 21 Mrd. Dollar ein. Dabei profitierte Europas größtes Geldhaus, das in 77 Ländern aktiv ist, von Steigerungen in den Wachstumsmärkten, unter anderem in Mexiko und der Türkei. Im Investmentbanking gibt es dagegen weiter Probleme, weil der Gewinn wegen hoher Bonuszahlungen zurückging.

HSBC teilte am Montag mit, der Vorsteuergewinn 2005 sei um elf Prozent auf 20,97 Mrd. Dollar (17,5 Mrd. Euro) geklettert. Analysten hatten im Schnitt mit 20,56 Mrd. gerechnet. Zum Vergleich: Die Deutsche Bank , die ihre Rendite in den vergangenen Jahren deutlich verbessert und damit Boden zu den großen Banken Europas gutgemacht hat, verdiente 2005 vor Steuern 6,4 Mrd. Euro.

Die operativen Erträge von HSBC erhöhten sich 2005 um zehn Prozent auf 61,7 Mrd. Dollar. Allerdings stiegen auch die Kosten um elf Prozent auf 29,5 Mrd. Dollar. Grund dafür seien Investitionen in das Geschäft mit Firmenkunden und im Investmentbanking sowie ein Anstieg der faulen Kredite um 1,6 Mrd. Dollar auf 7,8 Mrd. Dollar, hieß es.

An der Londoner Börse stiegen die HSBC-Aktien am Montag um knapp zwei Prozent auf rund 993 Pence. Die Aktionäre können sich auf eine um elf Prozent auf 73 Cent erhöhte Dividende freuen.

Die nach ihrem Börsenwert derzeit drittgrößte Bank der Welt will weiter aus eigener Kraft wachsen. Der bei HSBC für Finanzen zuständige Douglas Flint sagte, es gebe nur wenige Übernahmeziele, die höhere Rendite als Investitionen in die eigenen Sparten versprächen. Expandieren will die Bank vor allem in China, wo sie bereits zu den aktivsten ausländischen Investoren zählt. Unter anderem ist HSBC mit fast 20 Prozent an der Bank of Communications und dem Versicherer Ping An beteiligt.

In ihrer Privatkundensparte erzielte HSBC 2005 einen Gewinn von knapp zehn Mrd. Dollar - 17 Prozent mehr als im Jahr davor. Das Institut zählt mehr als 100 Millionen Privatkunden, die mit Girokonten, Bausparofferten und anderen Dienstleistungen versorgt werden. Dagegen ging der Gewinn im Investmentbanking um 2,4 Prozent auf 5,16 Mrd. Dollar zurück. Die Kosten legten hier um 16,5 Prozent zu. Flint sagte, der Anstieg habe sich im zweiten Halbjahr deutlich verlangsamt. Künftig rechne er mit einem Zuwachs um die fünf Prozent. Der Großteil des Anstieg gehe auf hohe Bonuszahlungen zurück.

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