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03.07.2017

14:57 Uhr

EU-Standorte für Banken

Japanische SMFG wählt Frankfurt als Brexit-Exil

Am Wochenende kursierten die Pläne bereits, jetzt bestätigt die Bank Sumitomo Mitsui: Sie zieht nach Frankfurt, um weiter alle Dienstleistungen in der EU anbieten zu können. Es bleiben aber noch letzte Details offen.

Die Sumitomo Mitsui Financial Group und ihr Chef haben sich für die Mainmetropole als EU-Standort entschieden. Reuters

Takeshi Kunibe

Die Sumitomo Mitsui Financial Group und ihr Chef haben sich für die Mainmetropole als EU-Standort entschieden.

Frankfurt/MainDie dritte japanische Bank hat sich binnen weniger Tage für Frankfurt als Ausweichstandort nach dem Brexit entschieden. Sumitomo Mitsui (SMFG) erklärte am Montag in Tokio, Tochtergesellschaften für Bank- und Wertpapier-Geschäfte in Frankfurt gründen zu wollen. Damit solle sichergestellt werden, dass die Kunden auch nach dem Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union bedient werden könnten.

Bislang betreibt ein großer Teil der internationalen Banken ihr EU-Geschäft aus London heraus. Dieses Tor wird jedoch beim Austritt Großbritanniens aus der Gemeinschaft geschlossen. Unter den EU-Finanzzentren ist deshalb ein Wettlauf entbrannt, um möglichst viel Geschäft aus London zu bekommen. „Japanische Banken haben sehr früh vor den Folgen des Brexit gewarnt und zählen nun zu den ersten, die reagieren“, sagte Hubertus Väth, Geschäftsführer der Finanzplatz-Initiative Frankfurt Main Finance. Er erwarte, dass sich in diesem Jahr mindestens zwölf Banken für die deutsche Finanzmetropole entscheiden werden.

Erst kürzlich hatten die japanischen Finanzhäuser Daiwa Securities und Nomura angekündigt, ihren EU-Sitz in Frankfurt aufzuschlagen. Der Verband der Auslandsbanken geht davon aus, dass wegen des Brexits in den nächsten zwei Jahren 3.000 bis 5.000 neue Arbeitsplätze in Frankfurt entstehen werden.

Von

dpa

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