Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.01.2007

09:30 Uhr

Eurohypo setzt auf Internationalisierung

Commerzbank bündelt Immobiliengeschäft

VonR. Landgraf und C. Potthoff

Die Commerzbank bündelt ihr gesamtes Immobiliengeschäft unter einem Dach. Die Immobilienfonds-Gesellschaft CGI wird ab Februar dem Bereich Commercial Real Estate zugeschlagen, der von Vorstand Bernd Knobloch geführt wird. Bisher gehörte die CGI zum Privatkundengeschäft unter Achim Kassow.

FRANKFURT. „Von der Bündelung der gesamten Wertschöpfungskette (im Immobiliengeschäft) versprechen wir uns deutlich mehr Schlagkraft“, sagte Knobloch dem Handelsblatt. Derzeit umfasst das Geschäftsfeld Commercial Real Estate die Immobilienbank Eurohypo und die Commerz-Leasing, also die Finanzierung von Gebäuden. Mit den Fonds kommt die Anlage in Immobilien hinzu. „Wir müssen dem Kunden gegenüber stärker deutlich machen, dass wir in allen Immobilienthemen vorne sind“, sagt Knobloch. Konkret kann die Eurohypo etwa ein Immobilienprojekt finanzieren, das später von einem CGI-Fonds gekauft wird.

Die Commerzbank war mit der über vier Mrd. Euro schweren Übernahme der Eurohypo 2006 zum größten Immobilienfinanzierer Europas aufgestiegen. An der Börse kam der Deal anfangs sehr gut an. Zuletzt verschnupfte aber die unerwartet erhöhte Risikovorsorge bei Commerzbank und Eurohypo die Analysten ein wenig. Zudem sind die Margen in der Immobilienfinanzierung unter Druck.

Gegensteuern will Knobloch, der auch Chef der Eurohypo ist, mit einem Ausbau des Auslandsgeschäfts, etwa in der Türkei, Russland und anderen Ländern Osteuropas. Dort gibt es eine gute Nachfrage, aber relativ wenige Banken. Dies und das höhere Risiko führt zu höheren Margen als in Deutschland. „Wie gehen davon aus, dass wir in der Eurohypo insgesamt die Marge in 2007 zumindest stabil halten können“, betont Knobloch.

Überhaupt will er das Auslandsgeschäft forcieren. „Wir werden in diesem Jahr Büros ins Hongkong, Singapur, Mexiko und Dubai eröffnen“, kündigt Knobloch an. Schon heute trägt das internationale Geschäft rund 70 Prozent des Neugeschäfts bei. Im gesamten Buch dominiert zwar noch der Deutschlandanteil mit 70 Prozent, er nimmt aber ab. Im Ausland verfolgt die Bank zudem einen anderen Ansatz: Die Kredite werden schneller „gedreht“, verbleiben also zu einem kleineren Anteil in den eigenen Büchern als im Inland.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×