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05.01.2005

17:07 Uhr

Euronext angeblich an MTS interessiert

Übernahmepoker um LSE könnte sich in die Ende Länge ziehen

Im Übernahmepoker um die Londoner Börse LSE erwarten Experten kein schnelles Ende. Das erwartete Treffen zwischen Deutsche-Börse-Chef Werner Seifert und Clara Furse von der London Stock Exchange am Donnerstag dürfte wohl noch nicht das letzte gewesen sein.

HB FRANKFURT. „Die Verhandlungen zwischen Herrn Seifert und Frau Furse dürften am Donnerstag sicherlich noch nicht abschließend beendet werden. Es dürfte noch weitere Gespräche geben“, hieß es am Mittwoch in Branchenkreisen. Auch Analysten gehen davon aus, dass das letzte Wort im Übernahmepoker um die Londoner Börse wohl am Donnerstag noch nicht gesprochen wird. „Die LSE ist in einer sehr komfortablen Situation. Sie wird sicherlich zunächst ein Angebot der Euronext abwarten, bis sie sich entscheidet“, sagte Olaf Kayser, Analyst bei der Landesbank Rheinland-Pfalz.

Die Vierländerbörse Euronext hat ebenfalls Interesse an der LSE signalisiert. Im Gegensatz zur Deutschen Börse, die bislang 530 Pence je LSE-Aktie offeriert hat, hat sie aber noch kein konkretes Angebot vorgelegt. Medienberichten zufolge wird Euronxet-Chef Jean-Francois Theodore in dieser Woche mit LSE-Chefin Furse zusammentreffen.

Die Finanzexperten gehen davon aus, dass Seifert das bisherige Angebot von knapp zwei Milliarden Euro noch nachbessern wird. „Auf dem aktuellen Level von 530 Pence je LSE-Aktie sind die Anteilseigner der Londoner Börse eigentlich gut bedient. Möglicherweise wird die Deutsche Börse noch einen Nachschlag von bis zu 600 Pence gewähren“, prognostizierte HVB-Analyst Oliver Flade. Seiner Ansicht nach sind die Synergien, die der Frankfurter Börsenbetreiber bei einem Zusammenschluss mit der LSE durch die Nutzung einer gemeinsamen Handelsplattform erzielen dürfte, bereits bei einem Preis von 530 Pence je Aktie fast „verfrühstückt“.

Am Mittwoch wurde die LSE-Aktie zu 587 Pence gehandelt. Bei einer Übernahme der London Stock Exchange wird die Deutsche Börse Experten zufolge nach Marktkapitalisierung der gelisteten Unternehmen hinter der New York Stock Exchange auf Rang zwei der weltweiten Aktienmärkte aufrücken.

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