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07.06.2016

20:12 Uhr

Europäische Bankenunion

Bankenaufsicht will Einlagensicherung durchsetzen

Während in Deutschland der Widerstand gegen die geplante europäische Einlagensicherung wächst, ruft die EZB-Bankenaufsicht dazu auf, sie zügig durchzusetzen. Die Vollendung der Bankenunion soll für Sicherheit sorgen.

Gegen die geplante Einlagensicherung europäischer Banken gibt es massive Kritik aus Deutschland. dpa

EZB in Frankfurt

Gegen die geplante Einlagensicherung europäischer Banken gibt es massive Kritik aus Deutschland.

FrankfurtEuropa sollte aus Sicht der EZB-Bankenaufsicht die geplante Vollendung der Bankenunion nicht auf die lange Bank schieben. Eine unvollständige Bankenunion könne leicht zu einer weiteren Quelle der Unsicherheit und Risiken werden, wenn dies zu lange anhalte, warnte EZB-Bankenaufseher Ignazio Angeloni am Dienstag auf einer Veranstaltung in New York laut Redetext.

„Politiker sollten diese Risiken eingrenzen, indem sie eine stimmige Strategie entwerfen mit klaren Zielen und einem angemessenen raschen Umsetzungsplan.“ Die Europäische Zentralbank (EZB) ist seit Herbst 2014 für die Aufsicht über die größten Geldhäuser des Euro-Raums zuständig – darunter die Deutsche Bank und die Commerzbank.

Über die dritte Säule zur Vollendung der Bankenunion – die Schaffung einer europäischen Einlagensicherung – wird derzeit heftig gerungen. Die EU-Kommission hatte angekündigt, schrittweise bis 2024 einen Fonds einzurichten, der bei Schieflagen von Banken europaweit Einlagen bis zu 100.000 Euro absichert.

Die größten Banken Europas (nach Marktkapitalisierung)

Platz 10

Intesa Sanpaolo
Italien
28,472 Milliarden Euro

Stand: Anfang Juli 2016. Quelle: S&P Global Market Intelligence

Platz 9

Nordea Bank
Schweden
30,411 Milliarden Euro

Platz 8

Banco Bilbao
Spanien
32,701 Milliarden Euro

Platz 7

ING Groep
Niederlande
35,7527 Milliarden Euro

Platz 6

PAO Sberbank of Russia
Russland
40,396 Milliarden Euro

Platz 5

UBS Group
Schweiz

43,209 Milliarden Euro

Platz 4

Lloyds Banking Group

Großbritannien

46,368 Milliarden Euro

Platz 3

Banco Santander

Spanien

49,393 Milliarden Euro

Platz 2

BNP Paribas

Frankreich

49,495 Milliarden Euro

Platz 1

HSBC

Großbritannien

110,804 Milliarden Euro

Doch gegen diesen Vorschlag gibt es massive Kritik aus Deutschland. So befürchten die hiesigen Institute, am Ende für Pleiten von Geldhäusern in Griechenland und anderen kriselnden Euro-Staaten geradestehen zu müssen.

Von

rtr

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