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20.09.2012

14:14 Uhr

Europäische Zentralbank

Richtfest ohne Mario Draghi

Der EZB-Chef bleibt dem Richtfest aus bisher nicht bekannten Gründen fern. Seine Rede wird das Direktionsmitglied Jörg Asmussen halten. Darin soll es um den Bau des neuen EZB-Hauptquartiers in Frankfurt-Ostend gehen.

Bleibt dem Richtfest seiner Bank fern: Mario Draghi. dapd

Bleibt dem Richtfest seiner Bank fern: Mario Draghi.

FrankfurtEZB-Chef Mario Draghi wird am Donnerstag nicht wie geplant am Richtfest der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main teilnehmen. Draghi habe seine Teilnahme an der Zeremonie am neuen EZB-Hauptquartier aufgrund "unvorhergesehener Angelegenheiten" abgesagt, sagte eine EZB-Sprecherin. Nähere Hintergründe wollte die Sprecherin auf Anfrage nicht nennen.

Anstelle Draghis werde EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen eine Rede halten, sagte die EZB-Sprecherin. Deren Gegenstand werde ausschließlich der Bau des neuen EZB-Hauptquartiers sein, das Ende 2013 fertiggestellt werden solle. Neben Asmussen seien "wahrscheinlich" auch andere Mitglieder des Direktoriums zugegen. Stellvertreter Draghis im Direktorium ist der Portugiese Vítor Constâncio. Daneben sitzen in dem Gremium noch der Franzose Benoît Coeuré und der Belgier Peter Praet.

Der EZB-Neubau im Frankfurter Stadtteil Ostend soll Ende 2013 fertig werden und 500 Millionen Euro kosten. Die Arbeiten an den gewundenen Doppeltürmen laufen mit Unterbrechungen seit 2008. Das neue Gebäude mit 185 Metern Höhe und über 40 Stockwerken liegt außerhalb des Stadtzentrums und damit in deutlicher räumlicher Distanz zu den Hochhaustürmen der Geschäftsbanken in Deutschlands Bankenhauptstadt. Der Neubau ist nötig, da der bisherige Eurotower in der Frankfurter City zu klein ist, gemessen am Platzbedarf der EZB mit ihren 1200 festangestellten Mitarbeitern.

In der Eurokrise hat sich die öffentliche Wahrnehmung der EZB in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Die Zentralbank gilt mittlerweile als einer der zentralen Krisenmanager. Zuletzt sorgte die EZB für Aufsehen mit ihrer Ankündigung, in unbegrenztem Volumen Anleihen von Euro-Staaten zu kaufen. Dies soll Druck von Krisenländern nehmen. Das Programm gilt als hoch umstritten. Kritiker sehen Inflationsgefahren.

Von

afp

Kommentare (1)

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tschoe

20.09.2012, 15:05 Uhr

Das passt gut, der Asmussen ist genau der Typ, der für alles zu haben ist, egal zu was, egal welche Regierung: ein schöner Technokrat. Tallyrand hätte über ihn geschmunzelt. Ein schöner Brandstifter, der sich als Retter aufspielt. Und nun Vertretung für D. Was hat der Herr D denn für einen wichtigen Termin, dass er an dieser symbolträchtigen Veranstaltung fernbleibt? Der Mann hat einfach keinen Stil. Hoffentlich kann man das Gebäude ordentlich fremdverwerten, wenn es die EZB in D hoffentlich bald nicht mehr geben wird (man wird ja noch träumen dürfen, oder......)

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