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11.10.2012

17:27 Uhr

Ex-Arcandor-Chef

Eick verlässt Aufsichtsrat der Deutschen Bank

Mit Karl-Gerhard Eick verlässt ein bekannter Kopf den Aufsichtsrat der Deutschen Bank. Während die Bank einen Nachfolger suchen muss, bleibt der Ex-Arcandor-Chef auch weiterhin gut beschäftigt.

Karl-Gerhard Eick will im Mai 2013 nicht mehr für den Aufsichtsrat der Deutschen Bank kandidieren. ap

Karl-Gerhard Eick will im Mai 2013 nicht mehr für den Aufsichtsrat der Deutschen Bank kandidieren.

FrankfurtDer Aufsichtsrat der Deutschen Bank verliert im kommenden Jahr einen prominenten Kopf. Karl-Gerhard Eick, Ex-Finanzchef der Deutschen Telekom, will im Mai 2013 nicht mehr antreten, wenn das Kontrollgremium von Deutschlands größter Bank neu gewählt wird und sein Mandat ausläuft.

"Ich werde nächstes Jahr nicht mehr für den Aufsichtsrat der Deutschen Bank kandidieren", sagte Eick der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. "Ich bin schon neun Jahre dabei, auch als Vorsitzender vom Prüfungsausschuss. Ich bin froh und glücklich, dass die Bank die Krise ohne Staatshilfe überstanden hat."

Der Prüfungsausschuss ist ein mächtiges Gremium. Er kontrolliert unter anderem die Rechnungslegung und das Risikomanagement der Bank. Wer Eick nachfolgen könnte, ist offen. Die Deutsche Bank muss ihre Kandidatenliste noch zusammenstellen. Auf der Arbeitnehmerseite ist der Machtkampf um die Hälfte der 20 Sitze im Aufsichtsrat schon voll entbrannt.

Bekannt wurde Eick vor allem als Kurzzeitchef des Handelskonzerns Arcandor. Eick konnte die Insolvenz der Karstadt-Mutter nicht verhindern und trat nach nur einem halben Jahr zurück. Durch die Abfindungssumme von 15 Millionen Euro geriet er in der Öffentlichkeit massiv in die Kritik.

Eick ist nun auch anderweitig gut beschäftigt: Er soll als neuer Finanzchef im kommenden Jahr den Windpark-Entwickler Windreich an die Börse führen.

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Von

rtr

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