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10.02.2012

15:10 Uhr

Ex-BayernLB-Vorstand

Prozess gegen Gribkowsky unterbrochen

Wegen gesundheitlicher Probleme des angeklagten Ex-BayernLB-Managers Gribkowsky musste der Schmiergeld-Prozess unterbrochen werden. Er sei derzeit verhandlungsunfähig und leide unter einer „seelischen Belastung“.

Der ehemalige BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky ist gesundheitlich angeschlagen. dpa

Der ehemalige BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky ist gesundheitlich angeschlagen.

MünchenDer Schmiergeld-Prozess gegen den ehemaligen BayernLB-Manager Gerhard Gribkowsky ist wegen gesundheitlicher Probleme des Angeklagten für gut zwei Wochen unterbrochen worden. Zuvor hatte das Landgericht München am Freitag in nicht öffentlicher Sitzung einen Sachverständigen für Psychiatrie zur Frage der Verhandlungsfähigkeit von Gribkowsky angehört, wie Gerichtssprecherin Margarete Nötzel mitteilte.

„Die gesundheitlichen Probleme haben zu einer erheblichen seelischen Belastung geführt“, sagte die Sprecherin. Dadurch sei die Verhandlungsfähigkeit des Angeklagten zumindest eingeschränkt, worauf das Gericht mit der Unterbrechung Rücksicht genommen habe.

Gribkowskys Anwalt sagte, sein Mandant sei nicht verhandlungsfähig. Hintergrund seien keine psychischen Probleme. Sein Mandant sei gesundheitlich angegriffen, und es sei um die Frage gegangen, ob er unter diesen Umständen in der Lage sei, dem Prozess zu folgen.

Der Prozess soll am 27. Februar fortgesetzt werden. Dann soll die Verhandlungsfähigkeit Gribkowskys mithilfe des Sachverständigen erneut geprüft werden. Damit entfallen, Freitag inbegriffen, fünf Termine.

Gribkowsky ist wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung angeklagt. Er soll im Zusammenhang mit dem Verkauf der Formel-1-Anteile der Bayerischen Landesbank an einen Investor von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone.

Von

dapd

Kommentare (1)

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Gutwort

10.02.2012, 15:57 Uhr

Gribkowsky kam ursprünglich von dem vermeintlichen Branchenprimus, der Deutschen Bank zur BayernLB. So gesehen sind die Folgen seines Wirkens vergleichbar mit einer Giftspritze der Deutschen Bank für die BayernLB. Clever gemacht!

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