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27.02.2014

08:03 Uhr

Ex-Chef der Deutschen Bank

Breuer beteiligt sich an Kosten für Kirch-Vergleich

ExklusivDie Deutsche Bank will sich Teile der Vergleichskosten mit den Erben des Kirch-Imperiums zurückholen. Der ehemalige Konzernchef Rolf Breuer steuert nun rund ein Drittel seines Privatvermögens bei.

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Rolf Breuer: Er steuert ein Drittel seines Privatvermögens bei – etwa drei Millionen Euro. dpa

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Rolf Breuer: Er steuert ein Drittel seines Privatvermögens bei – etwa drei Millionen Euro.

FrankfurtNach der millionenschweren Einigung mit den Erben des verstorbenen Medienunternehmers Leo Kirch muss die Deutsche Bank nun versuchen, möglichst viel Geld vom früheren Vorstandssprecher Rolf E. Breuer sowie der Managerhaftpflichtversicherung des Geldauses einzutreiben. Nach Angaben aus Verhandlungskreisen hat sich die Bank bereits mit Breuer über seine Beteiligung an den Vergleichskosten in Höhe von rund 900 Millionen Euro geeinigt. Danach ist der 76-jährige Bankmanager grundsätzlich bereit, bis zu drei Millionen Euro an seinen Ex-Arbeitgeber zurückzuzahlen. Dies entspreche rund einem Drittel seines geschätzten Privatvermögens, hieß es in den Kreisen am Mittwoch. „Die Bank und Breuer sind sich über den wirtschaftlichen Rahmen einig“, sagte ein Insider.

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„Es geht um einen angemessenen Betrag. Mehr als ein Drittel des Vermögens wäre unverhältnismäßig“, sagte ein Experte. Bis zu einer offiziellen Verkündung dürften noch einige Wochen vergehen. Ein Sprecher der Bank wollte die Informationen nicht kommentieren. Das Privatvermögen von Breuer wird auf etwa zehn Millionen Euro geschätzt. Breuer hatte 2002 in einem Interview die Kreditwürdigkeit von Kirch angezweifelt. In einer beispiellosen Prozess-Serie verklagten die Kirch-Erben die Deutsche Bank auf Schadensersatz in Milliardenhöhe.

Vergangene Woche wurde die jahrzehntelange Fehde dann beigelegt. Die Deutsche Bank müsste prüfen, ob sie den ex-Vorstandssprecher in Regress nimmt, um Aktionärsklagen vorzubeugen. Offenbar wird aber eine gütliche Einigung angestrebt, ohne erneut die Gerichte zu bemühen. Offen ist noch die Frage, ob es reicht, wenn der Aufsichtsrat der Einigung mit Breuer zustimmt oder ob die nächste Hauptversammlung im Mai ihren Segen geben muss.

Den vollständigen Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe von Handelsblatt Live.

Kommentare (6)

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27.02.2014, 08:50 Uhr

Komisch nur das Hr. Breuer lt Managermagazin in 2012 mit rund 200 Mio EURO noch zu den 500 reichsten Deutschen gehört hat. Wie das zu Stande gekommen sein soll ist mir sowieso ein Rätsel. Naja Front-running als Kopf der Eigenhandelabteilung in der 80er / 90er machts wohl möglich.

(Quelle Wikipedia z.b.)

Warum also bloß 3 Mio? In welchen Stiftungen, Firmen steckt der rest, dass es nicht seinem Privatvermögen zugeordnet wird?

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27.02.2014, 08:53 Uhr

Warum nur 1/3 seines Vermögens? Der an Arroganz nicht zu überbietende Breuer hat die Deutsche Bank mit seinem dilletantischen viel Geld gekostet und schwer in Mißkredit gebracht. Die Deutsche Bank wäre also gut beraten, € 9 Mio. einzufordern; den Rest seines Vermögens dürfte er sowieso rechtzeitig beiseite gebracht haben.

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27.02.2014, 09:03 Uhr

" Mehr als ein Drittel des Vermögens wäre unverhältnismäßig“, sagte ein Experte. "
Das ist natürlich Unfug. Bei der Schadenssumme müssen sämtliche Einkünfte und das Vermögen bis zur Pfändungsfreigrenze eingesetzt werden. Anders geht das nicht. Die Konsequenzen sind ein Privatproblem.

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