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25.07.2012

20:56 Uhr

Ex-UBS-Chef

Grübel zweifelt an krimineller Absicht der Banken

Der Ex-Chef der Schweizer Großbank UBS, Der frühere Chef der Schweizer Großbank UBS, Oswald Grübel, bezweifelt, dass die Banken im Libor-Skandal bewusst kriminell gehandelt haben. Er kritisiert die Aufsichtsbehörden.

Oswald Grübel nimmt beim Libor-Skandal die Banken in Schutz. AFP

Oswald Grübel nimmt beim Libor-Skandal die Banken in Schutz.

ZürichDer frühere Chef der Schweizer Großbank UBS bezweifelt, dass Händler den Zinssatz Libor mit verbrecherischer Absicht manipuliert haben. „Ich denke, wenn Zinshändler mit krimineller Energie vorgegangen wären, hätten sie wohl kaum E-Mails geschrieben", sagte Grübel in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters.

„Man kann Händlern vieles vorhalten, aber so unbedacht sind sie nicht". Grübel, der die größte Schweizer Bank vom Februar 2009 bis zu seinem Rücktritt im September 2011 leitete, warf den Aufsichtsbehörden vor, Warnzeichen ignoriert zu haben.

Nach Reuters-Informationen stehen die Behörden in den USA und in Europa kurz davor, gegen einzelne Händler Haftbefehle zu erlassen. US-Staatsanwälte gehen dem Verdacht nach, dass die Händler in Absprache und in betrügerischer Absicht gehandelt haben könnten.

Zur UBS selbst wollte sich Grübel nicht äußern. Im März 2011 hatte die Bank als erstes Geldhaus erklärt, dass sie von Behörden aufgefordert worden sei, Informationen für eine breit angelegte Libor-Untersuchung zu liefern. Im Juli erklärte die Bank dann, sie habe von einer Reihe von Behörden gegen Kooperationszusagen in der Libor-Sache bedingte Milde und bedingte Immunität erhalten.

Nach Grübels Ansicht können die Aufsichtsbehörden ihre Hände nicht in Unschuld waschen. „Die größere Frage ist, dass die Aufsichtsbehörden allem Anschein nach von den Verdachtsmomenten wussten". Als der Interbanken-Markt 2008 zusammengebrochen sei, hätten sich auch die Aufsichtsbehörden nicht die Frage gestellt, wie es mit der Libor-Festsetzung weitergehen solle. „Es gab ja effektiv keinen Markt mehr", sagte Grübel.

Kommentare (5)

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Schweizer

25.07.2012, 21:56 Uhr

Gier frisst Hirn und bei Grübel ist vom letztgenannten schon lange nix mehr übrig. Also [...] genieße Deine fetten Rentenbezüge.

[+++Beitrag von der Redaktion editiert+++]

touspourun

25.07.2012, 21:57 Uhr

Was ist das denn? Die Bankster überfallen am helllichten Tag und dann das. Off with your head Mister Grübel!

touspourun

25.07.2012, 22:07 Uhr

Was muss denn noch geschehen bevor die Presse aufhört wie eine H#*% irgendwelche Aussagen von Bankster auf Ihre Inernet Seite zu posten oder auf Papier zu drucken !! Dieser fette Typ und viele in den Topetagen dieser organisierten kriminellen Banden gehören glasklar hinter Gitter und zwar lange. Gesetze werden nur bei den Kleinen durchgezogen, die Großen sind raus oder Sie kaufen sich raus. EKELHAFT !!!! Aber wir haben ja auch Kriegsverbrecher wie Bush, Blair ud Cheney ud jetzt Obama die frei rumlaufen...

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