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13.01.2004

08:26 Uhr

Experten erwarten 2004 neue Fusionen und Übernahmen

US-Banken gehen weltweit auf Einkaufstour

VonTobias Moerschen (Handelsblatt)

Fressen oder gefressen werden - so lautet auch im neuen Jahr das Motto in der US-Bankbranche. Innerhalb der Vereinigten Staaten wird die seit Jahren laufende Konsolidierung auf jeden Fall weiter gehen.

Auch die eine oder andere deutsche Bank könnte auf den Wunschlisten der US-Großbanken stehen. Foto: dpa

Auch die eine oder andere deutsche Bank könnte auf den Wunschlisten der US-Großbanken stehen. Foto: dpa

NEW YORK. Ken Lewis hat es fast geschafft. Der Chef der Bank of America steigt mit der geplanten Übernahme des Rivalen Fleetboston Financial zur Nummer zwei unter den US-Banken auf, gemessen an der Bilanzsumme. Sein großes Ziel, den weltweiten Marktführer Citigroup vom Sockel zu stoßen, ist damit näher gerückt.

Noch süßer macht den Triumph, dass die Citigroup laut New Yorker Investmentbankern um Fleetboston mitbot. Doch mit seinem generösen Angebot, das viele Analysten als überhöht bezeichnen, setzte sich Lewis durch. Die Nummer eins könnte allerdings den Abstand zur Bank of America bald wieder vergrößern. „Wir halten ständig nach Akquisitionen Ausschau“, sagte Citigroup-Chairman Sandy Weill kürzlich in einem Interview mit der Wirtschaftswoche. Darin dementierte er auch nicht Gerüchte, wonach die Citigroup ein Auge auf den Frankfurter Branchenprimus, die Deutsche Bank, geworfen hat.

„Citigroup hat die Finanzkraft und das Management, um einen solchen Deal jederzeit zu stemmen“, sagt Bankanalyst Brock Vandervliet vom New Yorker Investmenthaus Lehman Brothers. Bank-of-America-Chef Lewis muss dagegen im neuen Jahr erstmal den großen Brocken Fleetboston schlucken. Die fünftgrößte US-Bank nach Bilanzsumme entstand selbst durch eine Serie von Übernahmen. Doch Fehlinvestitionen in Argentinien und börsenbedingte Ertragsausfälle machten Fleet vom Akquisiteur zum Übernahmekandidaten.

Fressen oder gefressen werden - so lautet auch im neuen Jahr das Motto in der US-Bankbranche. Innerhalb der Vereinigten Staaten wird die seit Jahren laufende Konsolidierung auf jeden Fall weiter gehen. Und einige Adressen, allen voran Citigroup, halten auch nach Zukäufen im Ausland Ausschau.

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