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11.02.2013

15:50 Uhr

Expertenschätzungen

Banken zahlen EZB 125 Milliarden zurück

Rund 125 Milliarden Euro werden Banken demnächst an die EZB zurückzahlen, schätzen Experten. Sie hatten sich das Geld geliehen, um Liquiditätsengpässe zu vermeiden – doch viele suchen sich lieber günstigere Zinsen.

Die Bankenskyline in Frankfurt am Main. dpa

Die Bankenskyline in Frankfurt am Main.

BangaloreEuropas Banken werden nach Expertenschätzungen bei erster Gelegenheit knapp ein Viertel der Mittel aus der zweiten Finanzspritze der Europäischen Zentralbank (EZB) zurückzahlen. 22 von Reuters befragte Geldmarkthändler gehen im Schnitt davon aus, dass die Institute am 27. Februar 125 Milliarden Euro aus dem zweiten Dreijahrestender nach einem Jahr zurückgeben werden.

Die EZB hatte ihnen damals insgesamt 529 Milliarden Euro geliehen, um Liquiditäts-Engpässen in der Euro-Schuldenkrise vorzubeugen. Banken aus dem stabilen Norden Europas können sich inzwischen wieder günstiger finanzieren als zu den 0,75 Prozent, die die EZB verlangt. Im Süden hängen aber noch viele Banken am Tropf der Notenbank.

Ende Januar hatten die Banken bereits die Möglichkeit, Geld aus der ersten, Ende Dezember 2011 geflossenen Tranche zu tilgen. Damals wurden 137 Milliarden von 489 Milliarden Euro zurückgegeben, in den folgenden Wochen flossen aber nur noch kleinere Milliardenbeträge an die EZB zurück.

Unter anderem hatte die Commerzbank die Gelegenheit genutzt, die ersten zehn Milliarden Euro zu tilgen, die sie für ihren Immobilienfinanzierer Eurohypo aufgenommen hatte. Die Eurohypo wird inzwischen abgewickelt. Aus der zweiten Tranche hatte sie sechs Milliarden Euro für ihre Töchter in Italien und Spanien genommen, um für ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone gewappnet zu sein.

Die größten Investmentbanken in Europa 2012

Platz 10

Den zehnten Platz im Geschäft mit Unternehmenskäufen und Zusammenschlüssen in Europa errang 2012 das Finanzhaus Lazard. Die Institut betreute Transaktionen im Wert von 129,4 Milliarden Dollar.

Quelle: Mergermarket

Platz 9

Die Credit Suisse betreute Fusionen und Übernahmen im Wert von 172,4 Milliarden Euro.

Platz 8

Die Bank Rothschild betreute 2012 Fusionen und Übernahmen im Volumen von 183,8 Milliarden Dollar.

Platz 7

Die US-Bank JP Morgan erreichte 2012 in Europa ein Transaktionsvolumen von 197,2 Milliarden Dollar.

Platz 6

Bank of America Merrill Lynch wies Deals über 200,5 Milliarden Dollar auf.

Platz 5

Die Citigroup betreute Transaktionen in Höhe von 206,4 Milliarden Dollar.

Platz 4

Die britische Bank Barclays war 2012 europaweit an Deals über 261,7 Milliarden Dollar beteiligt.

Rang 3

Den dritten Platz bei Übernahmen und Fusionen erlangte 2012 die Deutsche Bank mit 264,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Die US-Großbank Goldman Sachs erreicht 2012 in Europa ein Deal-Volumen von 295,1 Milliarden Dollar.

Platz 1

Den Spitzenplatz im Geschäft mit Fusionen und Übernahme in Europa erlangte 2012 die US-Bank Morgan Stanley mit 297,1 Milliarden Dollar.

Vom 27. Februar an könnte auch die Deutsche Bank zehn Milliarden Euro an die EZB retournieren. Finanzchef Stefan Krause hat allerdings angekündigt, dass der deutsche Branchenprimus das nicht auf einen Schlag, sondern in kleinen Raten machen werde. Auch die Aareal Bank hatte nur aus dem zweiten Topf Geld angenommen, Kreisen zufolge eine Milliarde Euro.

Das sind die größten Banken Europas

Platz 9

Barclays (Großbritannien) - Marktkapitalisierung (2011): 36,1 Milliarden Euro

Platz 9

Deutsche Bank (Deutschland) - Marktkapitalisierung (2011): 36,1 Milliarden Euro

Platz 8

Royal Bank of Scotland (Großbritannien) - Marktkapitalisierung (2011): 36,6 Milliarden Euro

Platz 7

UBS (Schweiz) - Marktkapitalisierung (2011): 41,3 Milliarden Euro

Platz 6

BNP Paribas (Frankreich) - Marktkapitalisierung (2011): 45,4 Milliarden Euro

Platz 5

Standard Chartered (Großbritannien) - Marktkapitalisierung (2011): 45,5 Milliarden Euro

Platz 4

Allied Irish Banks (Irland) - Marktkapitalisierung (2011): 48,8 Milliarden Euro

Platz 3

Banco Santander (Spanien) - Marktkapitalisierung (2011): 54,3 Milliarden Euro

Platz 2

Sberbank (Russland) - Marktkapitalisierung (2011): 55,9 Milliarden Euro

Platz 1

HSBC Holdings (Großbritannien) - Marktkapitalisierung (2011): 120,8 Milliarden Euro

Insgesamt hatten 460 deutsche Banken bei den beiden, zusammen eine Billion Euro schweren Verteilaktionen zugegriffen, davon viele Sparkassen und kleine Genossenschaftsbanken, wie EZB-Präsident Mario Draghi gesagt hatte. Analysten von Barclays gehen davon aus, dass deutsche Institute 69 Milliarden Euro aus den EZB-Töpfen erhalten hatten, davon 30 Milliarden aus der zweiten Tranche.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Anonym

11.02.2013, 16:00 Uhr

"schätzen Experten"

Danke dass das ganz oben steht. Dann kann man sich den Artikel sparen.

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