Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.11.2016

15:29 Uhr

EZB-Bankenaufsicht

Tauglichkeitsprüfung von Top-Bankern soll vereinheitlicht werden

Die Bankenwächter der Europäischen Zentralbank (EZB) wünschen sich eine Vereinheitlichung von Tauglichkeitsprüfungen für das Top-Management der großen Banken. Dazu hat die EZB Vorschläge für Richtlinien veröffentlicht.

Bankmanager in Führungspositionen sollen nach dem Willen der EZB nicht nur fachlich geeignet, sondern auch persönlich integer sein. dpa

Banken-Skyline in Frankfurt am Main

Bankmanager in Führungspositionen sollen nach dem Willen der EZB nicht nur fachlich geeignet, sondern auch persönlich integer sein.

FrankfurtDie EZB-Bankenaufsicht will Tauglichkeitsprüfungen für das Top-Management von großen Geldhäusern stärker vereinheitlichen. Die Bankenwächter der Europäischen Zentralbank (EZB) veröffentlichten am Montag dazu Vorschläge für Richtlinien, an die sich die Institute der 19-Ländergemeinschaft bei der Wahl ihrer Führungskräfte halten sollen. „Die Qualität des Top-Managements der Banken ist entscheidend für die Stabilität eines Finanzinstituts und des Bankensystems insgesamt“, erklärte die EZB.

Bankmanager in Führungspositionen sollen nicht nur fachlich geeignet, sondern auch persönlich integer sein. „Fit and proper“ heißt das im EZB-Jargon. Eine öffentliche Anhörung zu den Vorschlägen ist für den 13. Januar geplant. Im zweiten Quartal 2017 wollen die Bankenwächter die Richtlinien dann veröffentlichen.

Kritik an Bankenaufsicht: Europäischer Rechnungshof fordert bessere Arbeit

Kritik an Bankenaufsicht

Europäischer Rechnungshof fordert bessere Arbeit

Der Europäische Rechnungshof hält die Arbeit der EZB-Bankenaufsicht offenbar für mangelhaft. Sowohl die Personalstärke als auch die Qualität der Inspektoren seien ausbaufähig. Die EZB wies die Vorwürfe zurück.

Erst kürzlich hatte die EZB in einer ähnlichen Frage für Schlagzeilen gesorgt. Sie untersagte Italiens Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi, sich mit seiner Investmentholdung Fininvest an der Banca Mediolanum in großem Stil zu beteiligen. Die EZB sprang damit der italienischen Notenbank zur Seite. Diese hatte bereits 2014 Fininvest aufgefordert, sich von einem erheblichen Anteil an dem Institut zu trennen, weil Berlusconi wegen Steuerbetrugs rechtskräftig verurteilt worden ist. Fininvest klagte damals allerdings mit Erfolg gegen die Anweisung, die von einem Berufungsgericht gekippt wurde.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Alessandro Grande

14.11.2016, 17:17 Uhr

Ist ja süß, die EZB prüft die Tauglichkeit von Bankmanagern auf Fachkenntnisse und Integrität? Na dann soll sie gleich mal bei sich selbst in Person Draghi anfangen, denn der steuert seit Jahren die größte Volksenteignungsaktion der Geschichte mit faktisch hoher Inflation und Negativzinsen und damit eine perverse Umverteilung zu Gunsten des Großkapitals. Fachlich brilliant und totaaaaaal integer, wie ich finde ;-)

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×