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12.02.2014

19:21 Uhr

EZB-Stresstest

Deutsche Banken können auf Erleichterungen hoffen

Banken, die Staatshilfen bekommen haben und im Gegenzug kleiner werden müssen, benötigen für den Stresstest weniger Eigenkapital als geplant: Die EZB will ihnen entgegenkommen. Auch Deutsche Banken sind davon betroffen.

Die Zentrale der Commerzbank in Frankfurt am Main: Die Bilanzsumme lag Ende September mit 593 Milliarden Euro unter der mit der EU für Ende 2014 vereinbarten Zielmarke von 600 Milliarden Euro. dpa

Die Zentrale der Commerzbank in Frankfurt am Main: Die Bilanzsumme lag Ende September mit 593 Milliarden Euro unter der mit der EU für Ende 2014 vereinbarten Zielmarke von 600 Milliarden Euro.

Frankfurt/MainSchrumpfende deutsche Banken können beim anstehenden Stresstest auf ein Entgegenkommen der Europäischen Zentralbank (EZB) hoffen. Normalerweise setzt die EZB voraus, dass die Bilanzsumme der von ihr unter die Lupe genommenen Institute in den nächsten drei Jahren auf dem Niveau von 2013 verharrt.

Bei Häusern, die in der Finanzkrise Staatshilfen bekommen haben und im Gegenzug auf Geheiß der EU kleiner werden müssen, können die Aufseher jedoch unterstellen, dass ihre Bilanzsumme auf die mit der EU-Kommission vereinbarten Zielwerte sinkt. In der Folge brauchen sie womöglich weniger Eigenkapital als andere. „Das könnte eine kleinere Erleichterung sein“, sagte ein betroffener Banker am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Ausnahme betrifft alle Institute, deren Sanierungspläne die EU im Zuge eines Beihilfeverfahrens genehmigt hat, wie aus den von der EZB und der EU-Bankenaufsicht EBA veröffentlichten Bedingungen für den Stresstest hervorgeht. Ein Sprecher der Finanzaufsicht BaFin bestätigte, dass davon auch deutsche Banken betroffen sind. Einen von der EU genehmigten Restrukturierungsplan haben die HSH Nordbank, die NordLB, die BayernLB, die LBBW, die Commerzbank sowie die Hypo Real Estate (HRE, Deutsche Pfandbriefbank).

Beim Stresstest prüfen EZB und EBA, wie die 104 wichtigsten Geldhäuser in der EU mit einem Krisenszenario fertig würden. Am Ende müssen sie noch ein Eigenkapitalpolster von mindestens 5,5 Prozent der Bilanzrisiken vorweisen. Die Prüfer der EZB wollen allerdings den Vorgaben in den Sanierungsplänen nicht sklavisch folgen, wie es in Aufsichtskreisen heißt. Sie wollten vielmehr kritisch hinterfragen, wie sich der Bilanzabbau tatsächlich in der Kapitaldecke niederschlägt. Denn er könne in der Krise unter Umständen auch zu höheren Risiken führen und mehr Eigenkapital aufzehren als von den Instituten gedacht.

Kommentare (1)

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r-tiroch@t-online.de

12.02.2014, 20:41 Uhr

dann wird auch der Stresstest nur eine gaudiveranstaltung fürs Volk, gell?

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