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14.04.2015

17:03 Uhr

EZB-Stresstest

Münchener-Hyp hebt Kernkapitalquote an

Als einziges deutsches Institut war die Münchener-Hyp durch den EZB-Stresstest gefallen, nun baut sie die Kernkapitalquote deutlich aus. Allerdings muss noch weiter nachgebessert werden.

Die durch den EZB-Stresstest gefallene Münchener Hypothekenband hebt ihre Kernkapitalquote deutlich an. dpa

Dank glänzender Geschäfte

Die durch den EZB-Stresstest gefallene Münchener Hypothekenband hebt ihre Kernkapitalquote deutlich an.

FrankfurtDie Münchener Hypothekenbank hat ihren Sicherheitspuffer deutlich ausgebaut. Die harte Kernkapitalquote kletterte im vergangenen Jahr von 6,9 auf 12,5 Prozent, wie der genossenschaftliche Immobilienfinanzierer am Dienstag mitteilte. Sie liegt damit deutlich über der Hürde von 9,8 Prozent, die die Europäische Zentralbank (EZB) dem Institut als Mindestquote vorgegeben hat.

Die Münchener-Hyp war im vergangenen Jahr als einziges deutsches Geldhaus formell durch den EZB-Stresstest gefallen, der auf den Zahlen von Ende 2013 basierte. Dies blieb jedoch ohne Folgen, da die Bank bereits im Frühjahr 2014 mit einer Kapitalerhöhung mehr als 400 Millionen Euro einsammelte und die Lücke damit schloss.

Nachholbedarf hat das Institut noch bei der sogenannten Leverage Ratio - dem Verhältnis von Eigenkapital zu Bilanzsumme. Hier liegt die Münchener-Hyp derzeit unter dem Schwellenwert von Regulierern und Aufsehern von drei Prozent. Vorstandssprecher Louis Hagen gab sich zuversichtlich, dass die Bank die Mindesthürde bis 2018 übertreffen wird.

Da Investoren und Privatpersonen angesichts niedriger Zinsen viel Geld in Immobilien stecken, lief es im Kerngeschäft der Münchener im vergangenen Jahr rund. Das Neugeschäft kletterte um 23 Prozent auf den Rekordwert von 4,4 Milliarden Euro. Der Überschuss hat sich sogar mehr als verdoppelt auf 16 Millionen Euro.

Belastungen durch ihr Engagement bei der österreichischen Krisenbank Hypo Alpe Adria konnte die Münchener-Hyp somit verkraften. Auf eine Anleihe der Hypo-Bad-Bank Heta in Höhe von 50 Millionen Euro schrieb das bayerische Geldhaus im vergangenen Jahr rund 45 Prozent ab. Weitere fünf Prozent folgen vermutlich im ersten Quartal 2015, weil die EZB kürzlich von allen größeren Banken forderte, mindestens die Hälfte auf Heta-Bonds abzuschreiben.

Von

rtr

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