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30.09.2011

17:27 Uhr

Faule US-Hypotheken

HSH und LBBW wollen Schadenersatz

HSH und LBBW wollen auf ihren Verlusten aus faulen US-Hypothekenkrediten nicht sitzen bleiben. Die Banken ziehen gegen Barclays und JP Morgan vor Gericht. Allein bei der LBBW geht es um 500 Millionen Dollar Schadenersatz.

Das Logo der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) vor der Zentrale in Stuttgart. dpa

Das Logo der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) vor der Zentrale in Stuttgart.

New York/FrankfurtDie beiden Landesbanken HSH Nordbank und LBBW wollen auf ihren Verlusten aus faulen US-Hypothekenpapieren nicht sitzenbleiben. Beide Institute reichten bei einem Gericht in Manhattan Klage ein - die HSH gegen Barclays und die LBBW gegen JP Morgan . Das geht aus Dokumenten hervor, die Reuters am Freitag vorlagen.

Von der LBBW war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die HSH bestätigte, dass sie vor Gericht zieht. „Die Klage wurde eingereicht, um Verjährungsfristen außer Kraft zu setzen“, erläuterte ein Sprecher. Andernfalls könnten Schadenersatzansprüche verfallen.

Viele deutsche Landesbanken hatten zu den Boomzeiten auf dem US-Häusermarkt auf lukratives Geschäft gehofft und von anderen Geldhäusern verbriefte Häuserkredite (RMBS) gekauft - in der Hoffnung, dass die Preise stetig nach oben gehen. Doch als immer mehr Hypotheken bonitätsschwacher Hausbesitzer (Subprime) ausfielen und der Markt in sich zusammenbrach, wurden die Wertpapiere wertlos.

Bei der HSH-Klage geht es um RMBS im Volumen von 123 Millionen Dollar, die sie von Barclays gekauft hatte. Das Hamburger Institut macht Schadenersatz von mindestens 40 Millionen Dollar geltend, weil Barclays falsche Angaben zur Qualität der zugrundeliegenden Hypotheken gemacht habe.

Die LBBW bezieht sich in ihrer Klage auf Verbriefungen im Volumen von 500 Millionen Dollar, die sie von JP Morgan gekauft hatte und argumentiert ähnlich. In einem anderen Fall hatte die LBBW in dieser Woche eine Schlappe erlitten: Ihre Schadenersatzklage gegen Goldman Sachs und die SocGen-Tochter TCW wurde in den USA abgewiesen. Auch in diesem Fall ging es um Papiere im Zusammenhang mit dem US-Immobilienmarkt.

Von

rtr

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