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20.07.2015

21:42 Uhr

Fed verschärft Vorgaben

JP Morgan muss Eigenkapital aufstocken

Verspekulieren sich Banken, können sie die Finanzwelt erschüttern. Deshalb schreibt die Fed nun acht US-Großbanken vor, wie viel sie für ihr Risikogeschäft zurücklegen müssen. Nicht alle haben genug Puffer.

JPMorgan Chase gehört zu den Banken, für die ab 2019 strengere Eigenkapitalvorgaben gelten. Reuters

JP Morgan Chase & Co.

JPMorgan Chase gehört zu den Banken, für die ab 2019 strengere Eigenkapitalvorgaben gelten.

WashingtonDie US-Zentralbank Federal Reserve hat ihre Eigenkapitalvorgaben für acht Großbanken der Vereinigten Staaten verschärft. "Sie müssen entweder deutlich mehr Kapital vorhalten, was die Wahrscheinlichkeit ihres Zusammenbrechens reduziert, oder sie müssen schrumpfen", erklärte Fed-Chefin Janet Yellen am Montag.

Die Fed verlangt von den acht systemrelevanten US-Banken, dass sie einen Gegenwert von ein bis 4,5 Prozent ihres risikoreichen Geschäfts zurücklegen. Von ihnen erfüllt nach Angaben der Fed derzeit nur JP Morgan Chase die neuen Anforderungen nicht. Die Bank muss sich demnach einen zusätzlichen Kapitalpuffer in Höhe von 12,5 Milliarden Dollar (11,5 Milliarden Euro) besorgen, bis die Regeln im Januar 2019 voll in Kraft treten.

Die anderen von der Fed als systemrelevant eingestuften Banken sind Wells Fargo, Goldman Sachs, Morgan Stanley, Bank of New York Mellon, Citigroup, State Street und die Bank of America. Sie alle sind nach Ansicht der Zentralbank aktuell ausreichend abgesichert.

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Die Fed hatte die Einführung der neuen Anforderungen beim Eigenkapital bereits im Dezember angekündigt. Die Regeln sollen verhindern, dass trudelnde Großbanken wie bei der Krise im Jahr 2008 die Stabilität des gesamten Finanzsystems gefährden.

Die Vorschriften treten schrittweise in Kraft. Beim anstehenden Banken-Stresstest sollen die neuen Regeln noch keine Rolle spielen. Auch dessen Regeln hatte die Fed vor wenigen Tagen geändert.

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