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30.11.2016

17:53 Uhr

Finanz-Start-up Avuba

Das nächste Fintech steht vor dem Aus

VonElisabeth Atzler

Das Finanz-Start-up Avuba hat Insolvenz angemeldet. Sein Konzept der Smartphone-Bank funktioniert nicht wie erhofft. Das Beispiel zeigt, wie schwer es viele Fintechs haben, auch tatsächlich am Markt bestehen zu können.

Immer mehr Kunden nutzen die Apps der Banken. Auch einige Fintechs versuchen, mit Finanzdienstleistungen per Smartphone zu punkten. Das Berliner Start-up Avuba allerdings muss aufgeben. dpa

Die Bank im Smartphone

Immer mehr Kunden nutzen die Apps der Banken. Auch einige Fintechs versuchen, mit Finanzdienstleistungen per Smartphone zu punkten. Das Berliner Start-up Avuba allerdings muss aufgeben.

Frankfurt Vor gerade einmal einem Monat wurde bekannt, dass das Berliner Finanz-Start-up Cookies Insolvenz anmelden muss. Jetzt folgt die nächste junge Finanztechnologiefirma, auch „Fintech“ genannt: Avuba, ebenfalls aus Berlin, gibt auf, wie das Fachmagazin „Gründerszene“ berichtet.

Avuba wollte – ähnlich wie der größere Konkurrent N26 – Kunden als Smartphone-Bank gewinnen. Zunächst war Avuba eine Smartphone-App für Überweisungen unter Freunden gestartet, hatte diese aber im Sommer 2015 eingestellt. Danach folgte der zweite Versuch mit einer App, die weitere Funktionen hat, beispielsweise auch Zahlungen per Kreditkarte.

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Doch auch das neue Konzept funktionierte nicht. Avuba werde allen Kunden in den kommenden Tagen kündigen und den Betrieb Ende Januar komplett einstellen, sagt Gründer Jonas Piela „Gründerszene“. Der 30-Jährige hatte das Fintech zusammen mit Oliver Lukesch aufgebaut. Beide waren zuvor bei Gründungen anderer Start-ups dabei.

Schon Mitte November hatte Avuba Insolvenz angemeldet: Investoren seien in der Vergangenheit mit neuen Investitionen zurückhaltend gewesen, da der Gesellschafterkreis und Verträge zu unübersichtlich waren, zitiert das Magazin die Firma.

Der Fall von Avuba zeigt, wie schwer es viele Fintechs haben, auch tatsächlich am Markt bestehen zu können. Ende November hatte bereits der Konkurrent Cookies Insolvenz angemeldet. Dem war ein Streit zwischen den beiden Gründern vorausgegangen, der die weitere Finanzierung der Firma ausgebremst hatte. Die Cookies-Mitarbeiter finden nun bei dem weitaus größeren Zahlungsdienstleister Klarna aus Schweden Unterschlupf.

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