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13.11.2011

15:14 Uhr

Finanzaufsicht

Immer noch finden Diktatoren-Gelder Asyl in der Schweiz

VonHolger Alich

Die Schweizer Finanzaufsicht Finma untersuchte die Kundenbeziehungen einiger Banken, da sie „gewichtige Verfehlungen“ vermutet. Kritiker wollen die Geldwäscheregeln auf den Immobiliensektor ausdehnen.

Institute stuften Kundenbeziehungen ganz bewusst nicht als politisch heikel ein, obwohl diese Kunden zur Familie eines Machthabers gehörten. dpa

Institute stuften Kundenbeziehungen ganz bewusst nicht als politisch heikel ein, obwohl diese Kunden zur Familie eines Machthabers gehörten.

ZürichDer Finanzplatz Schweiz steht in der öffentlichen Wahrnehmung oft unter dem Generalverdacht, der Geldtresor für die Diktatoren dieser Welt zu sein. Nach den politischen Umwälzungen durch den arabischen Frühling hat sich die Schweizer Bankenaufsicht Finma genauer angeschaut, wie die Schweizer Banken ihre Kundenbeziehungen zu politisch heiklen Kunden, genannt PEP (politisch exponierte Personen) managen.

Das Ergebnis rüttelt auf: Bei vier von 20 untersuchten Banken schaut die Aufsicht noch einmal genauer hin, da sie „gewichtige Verfehlungen“ vermutet. Bei handfesten Verstößen drohen Banken und Verantwortlichen Sanktionen - das kann bis zum Entzug der Banklizenz gehen. Die meisten Finanzinstitute seien aber ihren besonderen Sorgfaltspflichten nachgekommen, schreibt die Finma. Bei welchen Banken die Aufseher nun nachfragen wollen, wurde nicht enthüllt.

Zu den von der Studie aufgedeckten Mängeln gehört, dass ein Institut eine Kundenbeziehung ganz bewusst nicht als politisch heikel eingestuft, obwohl dieser Kunde zur Familie eines Machthabers gehörte. Es geht aber auch anders: Eine andere Bank hatte die Geschäftsbeziehungen zum Kunden abgebrochen.

In einem anderen Fall prüfte die Bank die Geldeingänge eines Risiko-Kunden nicht gut genug. „Regelmäßig siebenstellige Beträge“ landeten auf dessen Konto, heißt es in der Studie. Offiziell bekam der Kunde das Geld dank langfristiger Verträge mit multinationalen Unternehmen. „In den Unterlagen der Bank finden sich aber keine Dokumente bezüglich der Verbindung der PEP zu den genannten Firmen“, schreiben die Aufseher. Mögliche Erklärung: Der Risikokunde ist „langjähriger Kunde eines Direktionsmitglieds der Bank“.

Kommentare (9)

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Bruder-Helmut

13.11.2011, 15:26 Uhr

Eines der größten Geldwasch-Anlagen dieserf Welt ist Deutschland. 500 Mrd € waschen die dt. Banke für externe Kriminelle. Besser, man hält als Deutscher hierzu den Mund.

Ehrliche Staaten, wie die Schweiz ohne den den Euro müssen inzwischen die €-geschädigten Asylanten aus der EU auffangen:

Der Zustrom der EU-Bürger in Not in die Schweiz
Freitag, 11. November 2011 , von Freeman um 12:05

Die Schweizer Behörden vermerken einen gewaltigen Anstieg an EU-Bürgern, die aus Not ihr Land verlassen und die Schweiz als Rettung sehen. "Viele Griechen, aber auch Spanier, Portugiesen und Tunesier klopfen an die Türen unserer Unterkünfte und hoffen bei uns ein Bett zum Schlafen zu finden. Sie kommen auf der Suche nach Arbeit in unsere Region," berichtet der Vorsteher des Sozialdeparments in Lausanne, Michel Cornut.


Die Notunterkünfte sind voll von Neuankömmligen auf der Flucht vor den wirtschaftlichen und sozialen Krise in den südlichen Ländern Europas. Cornut sagt, die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien liegt bald bei 50%. Aber die Überraschung ist die Ankunft der Griechen. "Ihre Anwesenheit wurde vor einem Monat registriert. Aber wir konnten sie nicht einmal zählen. Sie versuchen einen Job zu bekommen, wissen aber nicht wo sie schlafen sollen."




Account gelöscht!

13.11.2011, 15:43 Uhr

Mein Lieblingsthema, die Geldwaschmaschine und Kapitalsammelstelle Schweiz.

@Bruder-Helmut: Na, Helmut, alter beschämter Schweizer. Warum sollte man als Deutscher zu dem Thema den Mund halten?

Wenn in Deutschland ähnliche Missstände herrschen sollten, dann gilt es, diese zu bekämpfen; nicht aber den Mantel des Schweigens über die Verfehlungen zu decken, weder die der Deutschen, noch die der Schweizer.

P.S.: Man schlägt wegen des Dritten Reichs so gerne auf die Deutschen ein. Ich muss aber gestehen, dass die Aufarbeitung dieses üblen Themas in Deutschland sehr nachhaltig stattfindet.

Ich frage mich, ob es irgendein anderes Land gibt, in dem die Historie so gründlich aufgeklärt wurde. Z.B. die Geschichte der USA mit den Indianern.

In Deutschland wird wirklich gesühnt und ich finde das sehr gut.

Bruder-Helmut

13.11.2011, 16:04 Uhr

Nirgendwo wird soviel kriminelles Geld gewaschen, wie in Deutschland.

Ansonsten stimme ich Ihnen zu. Kein 2. volk dieser Erde hat so einen hohen Bewusstseinsstand, wie die Deutschen. 2. verlorene Weltkriege haben die Dt. zu einem weisen und insgesamt sehr rücksichtvollen Volk gemacht.

Schade nur, dass unsere Regierungs-, Banker- und Medienchefs von deer Zionistischen Weltmafia (Illuminaten / Bilderbergern) bestimmt werden. Aber wie es aussieht, werden diese Illuminaten langsam frech udn unvorsichtig. Vermuitlich wird die Welt bald von der zionistischen Weltmafia begfreit sein.

Das Volk geht auf die Straße und nur davor haben diese Illuminaten Angst. Selbst die Angela Bilderberger meinte mal, dass um jeden Preis vermeiden werden muss, dass das Volk auf die Straße geht.

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