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01.06.2017

14:29 Uhr

Finanzierung von Schiffen

Commerzbank treibt den Ausstieg voran

Die Commerzbank hat die Lizenz für das Geschäft mit Schiffspfandbriefen zurückgegeben. Damit bewegt man sich weiter auf den Ausstieg aus der verlustreichen Finanzierung von Schiffen zu.

Das Geldhaus will sich aus dem verlustreichen Geschäft mit Schiffskrediten zurückziehen. dpa

Commerzbank

Das Geldhaus will sich aus dem verlustreichen Geschäft mit Schiffskrediten zurückziehen.

Frankfurt/MainDie Commerzbank treibt den Ausstieg aus der verlustreichen Finanzierung von Schiffen voran: Das Frankfurter Geldhaus hat die Lizenz für das Geschäft mit Schiffspfandbriefen zurückgegeben. „Die Commerzbank hat seit nunmehr sechs Jahren keine Schiffspfandbriefe mehr begeben und beabsichtigt auch nicht, das Schiffspfandbriefgeschäft in Zukunft wieder aufzunehmen“, teilte die Bank am Donnerstag mit.

Schiffspfandbriefe sind Wertpapiere, die als Sicherheit mit Schiffskrediten hinterlegt wurden. Die Commerzbank baut jedoch seit 2012 ihr Kreditportfolio bei Schiffen ab – damals standen noch rund 20 Milliarden Euro in den Büchern, zuletzt waren es 4,5 Milliarden Euro.

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Um den Abbau weiter vorantreiben zu können, werden nun die Schiffspfandbriefe ersatzweise vor allem mit Staatsanleihen abgesichert. Eine entsprechende Ausnahmegenehmigung sei von der Finanzaufsicht Bafin erteilt worden, teilte die Commerzbank weiter mit. Noch im laufenden Jahr solle davon Gebrauch gemacht werden.

Überkapazitäten und kaum mehr auskömmliche Frachtraten haben in den vergangenen Jahren vielen Reedereien zugesetzt – sie können entsprechend ihre Kredite nicht mehr bedienen. Der Commerzbank-Vorstand rechnet damit, alleine in diesem Jahr für faule Kredite zwischen 450 und 600 Millionen Euro zurücklegen zu müssen.

Von

dpa

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