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25.07.2014

13:13 Uhr

Finanzkonzern

Konjunkturaufschwung beschert RBS Milliarden

Die Royal Bank of Scotland hat dank der starken Konjunkturerholung in Großbritannien überraschend einen Milliardengewinn eingefahren. An der Börse sorgte dies für Kauflaune. Das dürfte den britischen Staat freuen.

Die Royal Bank of Scotland befindet sich mehrheitlich in Staatshand. ap

Die Royal Bank of Scotland befindet sich mehrheitlich in Staatshand.

LondonDer starke Wirtschaftsaufschwung in Großbritannien stimmt die lange krisengeplagte Royal Bank of Scotland (RBS) wieder zuversichtlich. Im zweiten Quartal sei vor Steuern ein Gewinn von einer Milliarde Pfund (1,26 Milliarden Euro) eingefahren worden, teilte das Institut am Freitag mit. Analysten hatten dagegen mit einem kleinen Verlust gerechnet. An der Börse kletterten RBS-Aktien daraufhin um 14 Prozent.

Die kräftige Erholung der Wirtschaft führte laut RBS dazu, dass Rückstellungen für faule Kredite wieder aufgelöst werden konnten. Wie das britische Statistikamt mitteilte, läuft die Konjunktur auf der Insel mittlerweile wieder besser als vor der weltweiten Finanzkrise von 2008. Zum Vorjahr legte das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal um 3,1 Prozent zu. Damit wächst das Land momentan so stark wie sonst kaum eine andere Industrienation.

Größte Banken der Welt (nach Bilanzsumme)

Platz 11

Deutsche Bank
Deutschland
1955 Milliarden Euro

Stand: Ende Juni 2015. Quelle: Bloomberg.

Platz 10

Barclays
Großbritannien
1960 Milliarden Euro

Platz 9

Bank of America
USA
1998 Milliarden Euro

Platz 8

BNP Paribas
Frankreich
2078 Milliarden Euro

Platz 7

Mitsubishi UFJ
Japan
2224 Milliarden Euro

Platz 6

JP Morgan Chase
USA
2402 Milliarden Euro

Platz 5

Bank of China
China
2408 Milliarden Euro

Platz 4

HSBC
Großbritannien
2489 Milliarden Euro

Platz 3

Agricultural Bank of China
China
2531Milliarden Euro

Platz 2

China Construction Bank
China
2627 Milliarden Euro

Platz 1

Industrial and Commercial Bank of China (ICBC)
China
3216 Milliarden Euro

Die RBS gehört noch zu 81 Prozent dem britischen Staat, der das Institut in der Finanzkrise vor dem Kollaps bewahrt hat. Mit dem kräftigen Kursanstieg steigen nun die Chancen, dass der Verlust für die Regierung in London geringer ausfällt als zuletzt noch gedacht. Andere staatlich gestützte Banken wie Lloyds hatten zuletzt größere Fortschritte gemacht, so dass der Staat hier schon einige Aktien abstoßen konnte.

Weil die RBS-Quartalszahlen deutlich besser als vom Markt erwartet ausfielen, zog die Bank die Veröffentlichung vor. Eigentlich war dies erst für Ende nächster Woche geplant.

Von

rtr

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