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12.11.2011

14:16 Uhr

Finanzkonzern

W&W setzt auf Baufinanzierung

Wüstenrot & Württembergische will 2011 einen Gewinn von 180 Millionen Euro einfahren. Im Bereich Baufinanzierung spricht Konzernchef Erdland sogar von Zuwächsen im zweistelligen Prozentbereich.

Dem Mutterkonzern Wüstenrot & Württembergische gehört unter anderem die Bausparkasse Wüstenrot in Ludwigsburg. dpa

Dem Mutterkonzern Wüstenrot & Württembergische gehört unter anderem die Bausparkasse Wüstenrot in Ludwigsburg.

StuttgartDer Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W) stemmt sich mit guten Geschäften beim Bausparen sowie bei der Schaden- und Unfallversicherung gegen die Krise im Euro-Raum. „Das Kapitalanlagegeschäft stellt uns derzeit wegen der Schuldenkrise in Europa und des niedrigen Zinsniveaus jeden Tag vor neue Herausforderungen“, sagte Konzernchef Alexander Erdland der Nachrichtenagentur dpa.

Das Erreichen der Jahresziele sei deutlich schwieriger geworden. Dennoch hält der Manager an der Prognose fest, 2011 einen Gewinn von 180 Millionen Euro einzufahren (2010: 190 Mio Euro). Für 2012 strebt er weiter einen Überschuss von 250 Millionen Euro an. Das Kundengeschäft habe sich in den ersten neun Monaten des Jahres dank der guten Konjunktur und Beschäftigungssituation in Deutschland positiv entwickelt, sagte Erdland.

„Beim Bausparen und in der Baufinanzierung haben wir Zuwächse beim Neugeschäft teilweise im zweistelligen Prozentbereich, in der Schaden- und Unfallversicherung im einstelligen Prozentbereich“, sagte der Manager. „In der Baufinanzierung herrscht die beste aller Welten für die Kunden: Wir haben niedrige Zinsen. Zudem gibt es den Wunsch der Menschen, wieder verstärkt Geld in Sachwerte zu stecken, und sich um das Thema Energieeffizienz bei den Immobilien zu kümmern.“

Eher schleppend läuft dagegen das Neugeschäft mit Lebensversicherungen. Dies bewege sich fast auf Vorjahresniveau, sagte Erdland. „Die Leute sehen, dass es schwieriger ist, mit Lebensversicherungen frühere Renditen zu erreichen und sind zurückhaltender. Gebremst wird die Nachfrage aber auch dadurch, dass sich die Menschen nicht so lange binden wollen.“ Den Finanzbericht für das dritte Quartal veröffentlicht W&W an diesem Montag.

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