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29.03.2006

16:25 Uhr

Finanzkonzern zahlt mehr Dividende

W&W steigert Gewinn kräftig

Der Stuttgarter Finanzkonzern Wüstenrot und Württembergische (W&W) hat 2005 seinen Jahresüberschuss deutlich gesteigert. Nun soll die Dividende um ein Viertel angehoben werden.

HB FRANKFURT. Die Anteilseigner sollten 50 (2004: 40) Cent Ausschüttung je Aktie erhalten, teilte W&W am Mittwoch mit. Der Überschuss habe sich im vergangenen Jahr nach IFRS-Rechnungslegung um 24 Prozent auf 98,3 Mill. Euro erhöht. Als Gründe nannte das Unternehmen einen deutlichen Anstieg der Veräußerungsgewinne, eine geringere Risikovorsorge sowie Zuwächse in der Personenversicherung.

Darüber hinaus profitierte die W&W von Sondereffekten. So wurden von den Töchtern Württembergische Versicherung (WürttVers) und der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank 2005 das Ergebnis und die Vorjahresdividende vereinnahmt. 2004 hatte zudem eine Sonderrückstellung den Konzern belastet. Die Kundeneinlagen steigerte die W&W 2005 um sieben Prozent auf 22,4 Mrd. Euro. Die verdienten Beiträge kletterten auf 2,9 (2004: 2,7) Mrd. Euro.

Der Streit mit den früheren Aktionären der Württembergischen (WürttAG), die einen Nachschlag für den Umtausch ihrer Aktien bei der Fusion zum W&W-Konzern gedrängt hatten, ist nach Angaben des Managements noch nicht ganz ausgestanden. Zwar habe das Oberlandesgericht Stuttgart entschieden, dass das Abfindungsverhältnis zum Zeitpunkt der Fusion angemessen gewesen sei, hieß es. Die Antragsteller - unter ihnen der Würzburger Wirtschaftsprofessor Ekkehard Wenger - könnten aber noch vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. „Aus diesem Grund wird die im Jahr 2004 gebildete Rückstellung in Höhe von 47 Mill. Euro zunächst beibehalten.“

Zum Ausblick gab sich der Finanzkonzern vage. W&W wolle die Vertriebskraft steigern und bis 2007 die Zahl der Mitarbeiter im Außendienst um 600 steigen, hieß es.

Darüber hinaus will W&W Synergien zwischen den einzelnen Töchtern heben, um die Wettbewerbsfähigkeit und Marktposition zu verbessern. W&W hatte 2005 die Karlsruher Versicherungen von der Münchener Rück gekauft und will durch die Aufgabe von Doppelfunktionen und Synergieeffekte bis 2011 bis zu 40 Mill. Euro Kosten einsparen.

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