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28.01.2011

01:58 Uhr

Finanzkrise

Bernanke sah US-Geldbranche komplett am Abgrund

Öffentlich verbreitete der US-Notenbankchef während der Krise vor zwei Jahren Ruhe - wie es seiner Rolle entspricht. Intern befürchtete er jedoch den totalen Kollaps sämtlicher amerikanischer Banken. Sie hätten umfallen können wie eine Reihe aufgestellter Dominosteine.

Hinter der Fassade existenzielle Sorgen um sein Land: Ben Bernanke. Quelle: Reuters

Hinter der Fassade existenzielle Sorgen um sein Land: Ben Bernanke.

HB WASHINGTON. Auf dem Höhenpunkt der Finanzkrise im Jahr 2008 sah US-Notenbank-Chef Ben Bernanke zwölf der 13 wichtigsten US-Finanzkonzerne am Rande des Konkurses. Diese Einschätzung äußerte Bernanke bereits im November 2009 in einer nichtöffentlichen Befragung durch den Kongress-Ausschuss zur Untersuchung der Finanzkrise, wie aus dessen am Donnerstag vorgelegtem Abschlussbericht hervorgeht.

Demnach zählt Bernanke auch den Wall-Street-Riesen Goldman Sachs zu den stark gefährdeten Geldhäusern. „Selbst bei Goldman Sachs gab es unserer Ansicht nach ein echtes Risiko, dass sie untergehen“, wird der Notenbankchef zitiert. Welches Institut er als einziges nicht gefährdet sah, wird in dem Bericht nicht genannt.

Kommentare (1)

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Georg Schneider

28.01.2011, 08:04 Uhr

Umso wichtiger ist es das das Passiv- vom investmentbanking endlich getrennt wird. Wenn eine investmentbank fällt - egal. Und die banken mit Passivgeschäft werden nicht fallen. Nur wird man da keine utopischen boni mehr ausschütten können.

Liebe Politiker. Packt das Problem endlich an der Wurzel, statt oben immer etwas Geld draufzuschütten. Aber dafür müsste man ja eine Mindestkompetenz haben.

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