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11.10.2011

15:40 Uhr

Finanzkrise

Händler an der Wall Street müssen wieder um ihre Jobs fürchten

Die Wirtschaft schwächelt, die Schuldenkrise belastet, der Staat droht mit Regulierung. Die Folgen sind dramatisch: Tausende Stellen an der Wall Street werden gestrichen. Bei den Händlern werden böse Erinnerungen wach.

Händler in New York: Böse Erinnerungen an die Finanzkrise vor drei Jahren werden wach. dpa

Händler in New York: Böse Erinnerungen an die Finanzkrise vor drei Jahren werden wach.

New YorkDie Euro-Schuldenkrise, die schwächelnde US-Wirtschaft und strengere Finanzgesetze führen zu einem Job-Kahlschlag an der Wall Street. Der oberste New Yorker Finanzbeamte Thomas DiNapoli schätzt, dass bis Ende 2012 annähernd 10.000 Stellen wegfallen werden - das wären 17 Prozent aller Arbeitsplätze. Eine schrumpfende Finanzbranche bedeutet aber gigantische Steuerausfälle für die Stadt New York wie für den Bundesstaat New York.

„Die Finanzindustrie ist stark ins Jahr 2011 gestartet, aber ihre Aussichten haben sich für die zweite Hälfte dieses Jahres deutlich verschlechtert“, sagte DiNapoli am Dienstag bei der Vorstellung seines jährlichen Branchenberichts. „Es sieht jetzt so aus, dass die Gewinne wahrscheinlich drastisch zurückgehen werden, die Job-Verluste werden anhalten und die Boni werden kleiner ausfallen als im vergangenen Jahr.“

DiNapoli schätzt, dass alle Wall-Street-Firmen zusammen in diesem Jahr weniger als 18 Milliarden Dollar (13 Mrd Euro) verdienen werden.

Das wäre ein Rückgang um ein Drittel im Vergleich zum - allerdings sehr guten - Jahr 2010. Das bekommen die öffentlichen Haushalte direkt zu spüren: Im vergangenen Jahr resultierten sieben Prozent aller Steuereinnahmen der Stadt New York aus dem Treiben an der Börse, beim Bundesstaat waren es sogar 14 Prozent. Die Einnahmen dürften sinken, stellte DiNapoli fest.

Von

dpa

Kommentare (1)

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lowabras

11.10.2011, 17:16 Uhr

Na endlich, wird auch Zeit!
Sie können sich ja bei den staatlichen Lotterien bewerben. Refenzen haben sie dafür ja extrem gute.
Der Staat braucht solche erfahrenen Zocker um die hunderte von Milliarden einzuspielen, die der Steuerzahler am Ende nicht mehr aufbringen kann wenn er nackt ausgezogen ist!
Nur beim Gehalt müssen sie sich bescheiden!
www.steuerembargo.co.de

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