Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.01.2009

15:48 Uhr

Finanzkrise

Wells Fargo braucht keine neue Hilfe

Nein, auch die amerikanische Großbank Wells Fargo kommt nicht um die Finanzkrise und um rote Zahlen herum. Großer Unterschied aber zu weiten Teilen der Konkurrent: Wells Fargo benötigt kein weiteres Geld vom Staat. Und das, obwohl das Kreditinstitut ja eigentlich noch den angeschlagenen Konkurrenten Wachovia verdauen muss.

Die US-Großbank Wells Fargo. Foto: ap ap

Die US-Großbank Wells Fargo. Foto: ap

SAN FRANCISCO. Die amerikanische Großbank Wells Fargo ist Ende des vergangenen Jahres voll von der Finanzkrise erwischt worden und ist erstmals seit 2001 in die roten Zahlen gerutscht. Zudem musste der Ende 2008 übernommene, schwer angeschlagene Konkurrent Wachovia einen Verlust in zweistelliger Milliardenhöhe verkraften. Es werde jedoch kein derzeit weiteres Kapital vom Staat benötigt, teilte die Bank am Mittwoch in San Francisco mit. Ende 2008 hatte Wells Fargo 25 Milliarden Dollar vom Staat erhalten.

Zudem hält die Bank an ihrer Quartalsdividende von 34 Cent je Aktie fest. Damit kommt sie trotz des Milliardenminus besser durch die Krise als die Konkurrenten Bank of America und Citigroup, die beide nach der ersten Geldspritze des Staates im Herbst weiteres Kapital vom Staat gebraucht hatten und deshalb auch ihre Dividenden an die bisherigen Aktionäre eingedampft hatten.

Die Wells-Fargo-Aktie legte in einem freundlichen Marktumfeld vorbörslich deutlich zu. Seit Oktober hatte das Papier rund zwei Drittel ihres Wertes verloren, schnitt dabei aber trotzdem besser ab als die meisten anderen Bankaktien. So verlor das Bank-of-America-Papier knapp 90 Prozent.

Im vierten Quartal betrug der Verlust von Wells Fargo 2,55 Milliarden Dollar, während die inzwischen übernommene Wachovia ein Minus von 11,2 Milliarden Dollar verkraften musste. Der Großteil der Verluste ist auf die erhöhte Risikovorsorge für künftige Kreditausfälle zurückzuführen. Wachovia konnte ihren Verlust im Vergleich zum Vorquartal, als das Minus bei knapp 24 Milliarden Dollar gelegen hatte, immerhin etwas eindämmen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×