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27.09.2016

22:12 Uhr

Finanzorganisation

Jim Yong Kim bleibt weitere fünf Jahre Weltbank-Chef

Der Chef der Weltbank, Jim Yong Kim, ist von der Exekutivdirektion einstimmig für eine weitere fünfjährige Amtszeit bestätigt worden. Die Wahl fiel allerdings einfach aus: Kim war der einzige Kandidat für den Posten.

Der in Südkorea geborene Jim Yong Kim wurde auch von Deutschland unterstützt. AFP; Files; Francois Guillot

Jim Yong Kim

Der in Südkorea geborene Jim Yong Kim wurde auch von Deutschland unterstützt.

WashingtonWeltbank-Chef Jim Yong Kim ist für fünf weitere Jahre im Amt bestätigt worden. Das Votum der Exekutivdirektion sei einstimmig ausgefallen, teilte die Finanzinstitution am Dienstag in Washington mit. Kim war der einzige Kandidat für den Posten gewesen.

Die derzeitige, erste Amtszeit des in Südkorea geborenen 56-Jährigen läuft noch bis Mitte 2017. Für eine zweite Amtszeit hatte er unter anderem die Unterstützung Deutschlands erhalten. Auch andere wichtige Anteilseigner der Weltbank wie die USA, China und Frankreich hatten ihre Unterstützung erklärt.

Der seit 2012 amtierende Kim ist allerdings nicht unumstritten. Anfang August hatte die Mitarbeitervereinigung der Weltbank in einem offenen Brief massive Kritik an ihm geübt. In der internationalen Finanzorganisation herrsche eine "Führungskrise", welche die Weltbank auf längere Sicht irrelevant machen könnte, hieß es darin. Die rund 15.000 Mitarbeiter zählende Organisation beklagte Intransparenz bei der Postenbesetzung, Führungsschwäche, interne Unzufriedenheit und ein Übergewicht der USA.

Einer informellen Regelung zufolge stellen die USA den Weltbankpräsidenten, während die Europäer den Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) bestimmen dürfen - derzeit die Französin Christine Lagarde.

Die Weltbank wurde wie ihre Schwesterorganisation IWF 1944 auf der Konferenz von Bretton Woods gegründet und sollte ursprünglich den Wiederaufbau Europas nach dem Zweiten Weltkrieg voranbringen. Heute ist die Kernaufgabe der Weltbankgruppe, die Armut in der Welt zu bekämpfen und die Lebensbedingungen der Menschen in den Entwicklungsländern zu verbessern.

Von

afp

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