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14.02.2013

08:59 Uhr

Finanzsteuer

Sparkassen-Präsident fürchtet um Wettbewerbsfähigkeit

Georg Fahrenschon warnt vor der geplanten Finanzsteuer. Die Abgabe schieße „weit über das Ziel“ hinaus, meint der Sparkassen-Präsident. Sie bedeute erhebliche Nachteile für die europäischen Banken.

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, Georg Fahrenschon, warnt vor der Finanzsteuer. dapd

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, Georg Fahrenschon, warnt vor der Finanzsteuer.

BerlinDie umstrittene Steuer auf Finanzgeschäfte wird nach Ansicht von Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Banken beschädigen. „Da ist weit über das Ziel hinausgeschossen worden“, sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) am Donnerstag im Deutschlandfunk. Da nur elf von 27 EU-Ländern die Steuer einführen wollten, hätten die Banken dort einen erheblichen Nachteil. Hingegen würden Finanzinstitute etwa in London und Luxemburg von der Regelung profitieren.

Einen Gesetzentwurf zu der Finanztransaktionssteuer präsentiert EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta am Donnerstagvormittag in Brüssel. Die Abgabe soll geschätzte 30 bis 35 Milliarden Euro Einnahmen im Jahr bringen. Die Steuer soll bereits ab Januar 2014 gelten. Geschäfte mit Aktien und Anleihen sollen mit 0,1 Prozent besteuert werden, solche mit spekulativen Finanzprodukten mit 0,01 Prozent.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Freidenker

14.02.2013, 10:16 Uhr

Ach...jetzt heulen auch noch die "stattlichen" Banken. Schlimm....wie der Staat aber auch den Banken das Geld entzieht.

MrX

14.02.2013, 22:23 Uhr

Nachdenken lohnt sich... denn die Banken bezahlen ja gar nicht sondern die Kunden... und die gehen dann halt nach Luxemburg. Ist ja kein Hexenwerk in Zeiten des Internets...

MW65719

15.02.2013, 10:10 Uhr

@Freidenker:
Die Banken werden vor allem IT- und Persoalkosten haben, um die Steuern korrekt zu berechnen und ans Finanzamt abzuführen. Die Finanztransaktionssteuer selbst werden die Anleger (Stammtischdeutsch: Spekulanten) bezahlen müssen. Das war bei der vor Jahren abgeschafften Börsenumsatzsteuer ja auch nicht anders.

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