Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.12.2016

15:54 Uhr

Fintechs

Teuer, aber beliebt

VonElisabeth Atzler

Banken sind ganz wild auf junge Start-ups aus der Finanzbranche. Ein Drittel der Geldhäuser würde lieber heute als morgen einen der Newcomer kaufen – obwohl die Mehrheit die Preise für „Fintechs“ für überzogen hält.

Banken und Versicherer beobachten "Fintechs" genau. Ein Teil will zukaufen - trotz hoher Preise. dpa

Banken in Frankfurt

Banken und Versicherer beobachten "Fintechs" genau. Ein Teil will zukaufen - trotz hoher Preise.

Frankfurt Junge Finanz-Start-ups, kurz „Fintechs“ genannt, mischen die Finanzbranche auf. Banken und Versicherer verfolgen die neuen Wettbewerber genau, die oft sehr viel schneller neue Produkte auf den Markt bringen als die traditionellen Häuser. Oder in besserem Design. Die Berliner Smartphone-Bank N26 zum Beispiel kann damit glänzen.

Ein großer Teil der Banken und Versicherer arbeitet bereits mit Fintechs zusammen – und will das künftig noch stärker tun. 54 Prozent peilen an, in den nächsten zwei Jahren mit Fintechs zu kooperieren, zeigt eine Umfrage der Anwaltskanzlei White & Case. Sie hat dafür international 150 Topmanager von Banken, Vermögensverwaltern, Versicherern und Wagniskapitalgebern, aber auch von Fintechs selbst befragt. „Es wird künftig wahrscheinlich noch mehr Kooperationen geben. Auch offene Modelle, bei denen mehrere Fintechs und mehrere Banken zusammenarbeiten“, sagt Roger Kiem, Partner von White & Case in Frankfurt.

Strategische Erfolgsfaktoren für Banken

Rang 7

Kooperation mit Drittanbietern wie Fintechs (57 Prozent)

Rang 6

Angebote zur Personalisierung (69 Prozent)

Rang 5

Wahl der richtigen technischen Plattform (71 Prozent)

Rang 4

Bereitstellen von Echtzeit-Informationen während einer Transaktion (71 Prozent)

Rang 3

Co-Innovation mithilfe von Kundenfeedback (72 Prozent)

Rang 2

Einheitliches und konsistentes Nutzererlebnis auf allen Endgeräten (79 Prozent)

Rang 1

Richtiger Umgang mit Sicherheitsaspekten

Quelle

GFT Digital Banking Survey, Stand Juni 2016

Auch die Finanz-Start-ups selbst suchen nach Partnern: „Die Fintechs in Europa haben nicht die Ambition, die Banken oder Versicherer abzulösen. Viele konzentrieren sich auf eine Dienstleistung und wollen bereits in einem relativ frühen Stadium mit den Banken kooperieren“, sagt Kiem. „Etwas anders ist das in den USA, wo es einige sehr große Fintechs wie etwa Paypal gibt.“ Der Onlinebezahldienst ist längst zu einem veritablen Konkurrenten der Banken geworden.

Nicht jeder aus der Bankenwelt hält nur Kooperationen für den geeigneten Weg: Gut 30 Prozent der Topmanager gaben an, dass sie sich auf Übernahmen von Finanztechnologiefirmen vorstellen können. Wer an Zukäufe denkt, will dabei am liebsten bei bereits etablierten Fintechs zugreifen, die sich bereits am Markt bewiesen haben.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

22.12.2016, 17:45 Uhr

@Peter Spiegel
Inzwischen habe ich schon zwei Doppelgänger hier in den Kommentarbereichen. Bin mal gespannt, wieviele das noch werden...viel Feind - viel Ehr ;)
Und noch eines, wer mich hier schon länger kennt, der weis, wie ich etwas Schreibe und Formuliere...also, der weis, wie der "Richtige" Mark Hoffmann gestrickt ist.
Ich werde nie aufhören zu kommentieren. der Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr ist meine persönliche Verpflichtung, was auch sonst.
Schade ist nur, dass man am Wochenende nicht kommentieren darf
Danke!

Account gelöscht!

22.12.2016, 17:52 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel, Dirnberger....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

das ist unser geliebter

SPIEGEL

Danke

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×