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08.09.2013

14:13 Uhr

Firmenübernahmen

Megadeals machen Investmentbanker heiß

Die Fusionsberater großer Geldhäuser hoffen auf ein gutes Jahresende. Nach einigen Milliardentransaktionen könnte der Startschuss für eine Reihe von Zusammenschlüssen gefallen sein.

Beim Verkauf von Verizon Wireless hat Citi nicht mitgemischt: Doch die Bank hofft auf andere Deals. dapd

Beim Verkauf von Verizon Wireless hat Citi nicht mitgemischt: Doch die Bank hofft auf andere Deals.

Frankfurt/LondonInvestmentbanker rund um den Globus hoffen nach einigen Mega-Deals auf eine Trendwende im mauen Geschäft mit Fusionen und Übernahmen (M&A). Der 130 Milliarden Dollar schwere Verkauf des US-Mobilfunkgeschäfts von Vodafone an Verizon könne der Startschuss für eine Reihe großer Transaktionen sein, sagt Tom Massey, der M&A-Chef von Citi in Europa. „Wenn der erste Dominostein fällt, werden andere folgen.“

Nach der Finanzkrise haben sich viele Unternehmenschefs mit großen Übernahmen zurückgehalten. Statt sich für Zukäufe zu verschulden, bauten viele lieber ihre Schulden ab und verschlankten das Geschäft. Der Verizon-Deal, aber auch der Verkauf der Nokia-Handysparte an Microsoft und der von Kabel Deutschland an Vodafone könne nun aber einen Wendepunkte darstellen, hoffen Investmentbanker, die an solchen Geschäften als Berater kräftig mitverdienen.

Größte Investmentbanken im globalen Fusionsgeschäft

Rang 10

Deutsche Bank

41 Milliarden Dollar*

(-61 Prozent gg. Vorjahr)

*alle Zahlen: Betreutes Übernahmevolumen weltweit im 1. Quartal 2013 / Quelle: Merger Market

Rang 9

Centerview Partners

48 Milliarden Dollar

(+631 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 8

Citi

52 Milliarden Dollar

(-49 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 7

Barclays

55 Milliarden Dollar

(-51 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 6

Morgan Stanley

57 Milliarden Dollar

(-41 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 5

Credit Suisse

69 Milliarden Dollar

(-27 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 4

Lazard

70 Milliarden Dollar

(+132 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 3

Bank of America Merrill Lynch

90 Milliarden Dollar*

(+43 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 2

Goldman Sachs

104 Milliarden Dollar

(-14,5 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 1

JPMorgan

124 Milliarden Dollar*

(+6,5 Prozent gg. Vorjahr)

*alle Zahlen: Betreutes Übernahmevolumen weltweit im 1. Quartal 2013 / Quelle: Merger Market

Einige Unternehmen prüften derzeit Zukäufe intensiver, die sie schon lange im Blick hätten, berichtet Gilberto Pozzi, der das M&A-Geschäft von Goldman Sachs in Europa leitet. „Neben Verkäufen von Randbereichen und Zukäufen zur Stärkung des Kerngeschäfts beschäftigen sich Vorstandschefs auch wieder mit großen strategischen Transaktionen, die ihre Branche verändern.“

Besonders große Deals sind dabei weiter im Telekommunikations- und Technologiesektor zu erwarten, sagt Eric Benedict vom Beratungsunternehmen AlixPartners. „In den USA ist bereits viel passiert, nun könnte es auch in Europa Bewegung geben.“

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