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29.07.2011

13:43 Uhr

Flucht ins Ausland

Bundesbank lässt Euro-Scheine im Ausland drucken

Auf der Suche nach den günstigsten Druckereien für eine neue Euro-Serie ist die Bundesbank fündig geworden. Einen Großteil der rund 2,2 Milliarden Euro dürfen eine niederländische und französische Druckerei anfertigen, den Rest zwei Druckereien aus Deutschland.

Ein Großteil der neuen Euro-Scheine wird nicht in Deutschland gedruckt. Quelle: dpa

Ein Großteil der neuen Euro-Scheine wird nicht in Deutschland gedruckt.

Frankfurt/MainDie Bundesbank lässt die nächste Serie von Euro-Scheinen überwiegend im Ausland drucken. Der Löwenanteil der insgesamt rund 2,15 Milliarden Banknoten für das Jahr 2012 wird von zwei Druckereien in den Niederlanden und in Frankreich angefertigt, wie die Notenbank am Freitag in Frankfurt mitteilte. Aber auch in Deutschland werden die Notenpressen angeworfen: Giesecke & Devrient (G&D/München) und die Bundesdruckerei (Berlin) kommen zum Zug.

Die Bundesbank, die für rund 30 Prozent des Euro-Bargelds verantwortlich ist, sucht seit 2008 europaweit nach dem günstigsten Anbieter für ihren Teil der Euro-Banknoten. Bewerben können sich derzeit 14 Druckereien, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) zertifiziert wurden. Bei der Ausschreibung für 2011 mit einem Volumen von 1,6 Milliarden Euro-Scheinen, ging die Bundesdruckerei erstmals leer aus, Giesecke & Devrient erhielt nur einen kleinen Teil.

Das Auswahlverfahren hatte Proteste und Klagen nach sich gezogen, die deutschen Anbieter fühlten sich benachteiligt. Die Notenbanken der anderen großen Euro-Staaten betreiben meist eigene Druckereien.

Bundesbankvorstand Carl-Ludwig Thiele bekräftigte am Freitag in einer Mitteilung: „Die Deutsche Bundesbank ist an die Grundsätze der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit gebunden.“ Das Ausschreibungsverfahren habe sich bewährt.

Die vier Druckereien bekamen folgende Aufträge: Joh. Enschedé Banknotes B.V., Haarlem/Niederlande (752 Millionen 50-Euro-Scheine), Giesecke & Devrient (526 Mio 10-Euro-Scheine), Oberthur Technologies S.A., Levallois-Perret/Frankreich (526 Mio 10-Euro-Scheine), Bundesdruckerei (298 Mio 100-Euro-Scheine, 50 Mio 200-Euro-Scheine).

Von

dpa

Kommentare (2)

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Norbert

01.08.2011, 09:47 Uhr

Lächerliches Ablenkungsmanöver.....
Diese Eurozettel verlieren sehr bald ihren Wert....das sollten so langsam auch die scheinbar so cleveren Chinesen kapieren !
Geld ohne Wert, korrupte und verlogene EU Politiker und ein verlogenes, ausbeuterisches weltweites Finanzsystem sind gegen die Natur......die Quittung kommt bald

Sueddeutscher

01.08.2011, 10:02 Uhr

Braucht man die eignen Druckkapazitäten etwa für die neue DM? Jedem dürfte doch klar sein, dass die Bundesbank einen Plan-B haben wird, für den nicht unwahrscheinlichen Fall, dass der Euro untergeht.

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