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05.11.2013

06:25 Uhr

Förderbank-Chef Schröder

KfW rechnet mit deutlich weniger Gewinn

ExklusivIm vergangenen Jahr hat die KfW 2,4 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Ulrich Schröder, der Chef der staatlichen Förderbank, bremst für 2013 die Erwartungen. Er wirbt aber für das Grundprinzip der KfW.

KfW-Chef Ulrich Schröder: „Die Gewinnsituation der KfW normalisiert sich wieder“. dapd

KfW-Chef Ulrich Schröder: „Die Gewinnsituation der KfW normalisiert sich wieder“.

FrankfurtDie staatliche Förderbank KfW rechnet in diesem Jahr mit deutlich weniger Gewinn als sie noch im Geschäftsjahr 2012 erwirtschaften konnte. „Die Gewinnsituation der KfW normalisiert sich wieder. Wir erwarten ein Konzernergebnis, das eine Milliarde Euro übertrifft. Also nicht mehr die 2,4 Milliarden Euro wie im Vorjahr“, sagte Vorstandschef Ulrich Schröder im Interview mit dem Handelsblatt (Dienstagausgabe).

Ungewöhnlich günstige Konstellationen, unter anderem beim Zinsertrag, hätten in der Vergangenheit zu diesen hohen Gewinnen geführt. „Vom Potenzial her sind Gewinne zwischen einer Milliarde und 1,2 Milliarden in Zukunft realistisch. Vor der Krise waren wir bei rund 800 Millionen“, ergänzte Schröder.

Derzeit prüfe die Bank - die in diesem November ihren 65. Geburtstag feiert - mit dem Jahresabschluss 2013 bilanztechnisch auf eine „verbarwertete Zinsverbilligung“ umzustellen, die zu einer deutlichen Belastung im Zahlenwerk führen könnte. Wenn die KfW heute einen Förderkredit gibt, der vom Zins her verbilligt ist, dann stellt die Bank diese Belastung nur für das Jahr 2013 in der Gewinn- und Verlustrechnung dar. Der Kredit läuft aber sechs, sieben oder acht Jahre.

Also weiß die Bank schon heute, dass die Zinsverbilligung auch im nächsten Jahr anfällt. „Wir prüfen deshalb, ob wir erwartete Belastungen abdiskontieren und diese im Jahr der Kreditzusage buchen. Das wird unser Eigenkapital einmalig belasten, gibt uns aber Flexibilität in der Zukunft“, erklärte Schröder.

Der KfW-Chef misst dem Euro-Rettungsfonds ESM eine ähnliche Bedeutung bei wie dem Marshall-Plan, der den Aufbau Europas nach dem Zweiten Weltkrieg finanzierte. „Wenn Sie so wollen, geht der Euro-Rettungsfonds ESM in diese Richtung“, sagte Schröder auf die Frage, ob Europa heute einen neuen Marshall-Plan brauche.

Kommentare (2)

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05.11.2013, 09:53 Uhr

findet den Fehler:
"Der ESM vergibt Mittel, die rückzahlbar sind und mit Auflagen verbunden werden. " Lösung: rückzahlbar und Auflagen.

Hohe Staatsschulden IWF denkt über Vermögensabgabe nach
In seinem jüngsten Fiskalbericht hat der Internationale Währungsfonds einen Vorschlag versteckt, der Sparer in aller Welt erschrecken dürfte. Es geht um eine Sondersteuer von 10 Prozent auf Vermögen, um die Staatsschulden in den Griff zu bekommen.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/hohe-staatsschulden-iwf-denkt-ueber-vermoegensabgabe-nach-12647951.html

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05.11.2013, 10:09 Uhr

War da nicht was mit Billionen an STeuerhinterziehung?
Wozu schnüffeln die alle rum, her mit den Schmarotzern, wenn nötig auch als Zwangsabgabe, so ab 10 Millionen Gewinn vor Steuern, und davon gibts genug.
Sehe ich garnicht ein, sollen mal diejenigen endlich zahlen die sich ganz "legal" drücken können, und erhöht die Löhne, dann wirds auch besser mit der Deflation.

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