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29.03.2017

11:53 Uhr

Förderbank

KfW wieder mit zwei Milliarden Euro Gewinn

Die Staatsbank KfW vermeldet gute Zahlen: Im vergangenen Jahr machte sie 81 Milliarden Euro an Förderzusagen und zwei Milliarden Euro Gewinn. Aus der milliardenschweren Überweisungspanne zieht die KfW erste Konsequenzen.

Die Staatsbank „profitiert besonders von positiven Bewertungseffekten“, sagte Vorstand Günther Bräuning auf der Bilanzpressekonferenz. obs

KfW

Die Staatsbank „profitiert besonders von positiven Bewertungseffekten“, sagte Vorstand Günther Bräuning auf der Bilanzpressekonferenz.

FrankfurtDie staatliche Förderbank KfW hat auch im abgelaufenen Jahr wieder mehr als zwei Milliarden Euro Gewinn erwirtschaftet. Das Konzernergebnis ging auf 2,002 (2015: 2,171) Milliarden Euro zurück, lag damit aber über den Erwartungen, wie das Institut am Mittwoch mitteilte.

„Der Konzerngewinn liegt weiterhin oberhalb des nachhaltigen Ertragspotenzials und profitiert besonders von positiven Bewertungseffekten“, erklärte Vorstand Günther Bräunig, der auf der Bilanzpressekonferenz erneut den erkrankten Vorstandschef Ulrich Schröder vertrat. Die KfW musste angesichts der niedrigen Zinsen zudem weniger für die Förderung in Form von Zinsverbilligungen ausgeben. Die Förderleistung ging auf 230 von 345 Millionen Euro zurück. Insgesamt hat die KfW im vergangenen Jahr Förderzusagen im Volumen von 81 (79,3) Milliarden Euro gegeben.

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Die Staatsbank hatte in der vergangenen Woche Schlagzeilen gemacht, als sie durch einen Programmierfehler versehentlich Milliarden an vier Banken überwies. Laut Handelsblatt-Recherche lag die Summe bei 7,6 Milliarden Euro. Die Bank hat nun erstmals den entstandenen Schaden beziffert: Durch Transaktionskosten und Zinsausfälle belief er sich laut Vorstand auf 25.000 Euro.

Die KfW will nun Konsequenzen aus der milliardenschweren Überweisungspanne ziehen. „Der gesamte Zahlungsprozess wird auf den Prüfstand gestellt“, sagte KfW-Vorstandsmitglied Günther Bräunig am Mittwoch bei der Vorstellung der Bilanz. Bräunig kündigte eine „lückenlose Aufklärung“ an. Dabei holt sich die KfW auch Unterstützung von außen durch ein Beratungsunternehmen. „Der Vorstand nimmt den Vorfall sehr ernst“, sagte Bräunig.

Auslöser war den Angaben zufolge ein Fehler eines erfahrenen KfW-Programmierers bei Arbeiten an der IT. Infolge einer fehlerhaften Einstellung habe die Zahlungsverkehrssoftware in einer Wiederholungsschleife automatisch Mehrfachzahlungen an vier Banken ausgelöst. Ein externer Cyberangriff oder vorsätzliches Verhalten sei auszuschließen, betonte Bräunig. Das Geld sei am nächsten Tag wieder zurückgeholt worden.

Von

rtr

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