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12.05.2015

11:36 Uhr

Folgen der EU-Bankenabgabe

Gewinn der HypoVereinsbank bricht ein

Die HypoVereinsbank stöhnt unter der EU-Bankenabgabe. Die Bank beziffert die Belastung auf 70 Millionen Euro. Im ersten Quartal ist der Gewinn der HypoVereinsbank vor Steuern um fast ein Drittel eingebrochen.

Der Aufschwung an den Finanzmärkten ging im ersten Quartal an der HypoVereinsbank vorbei. dpa

HypoVereinsbank

Der Aufschwung an den Finanzmärkten ging im ersten Quartal an der HypoVereinsbank vorbei.

MünchenDie EU-Bankenabgabe hat der HypoVereinsbank im ersten Quartal das Ergebnis verhagelt. Der Gewinn vor Steuern brach um fast ein Drittel auf 197 Millionen Euro ein, wie die Tochter der italienischen UniCredit am Dienstag in München mitteilte.

Auch der Aufschwung an den Finanzmärkten ging an der HVB weitgehend vorbei. Das Handelsergebnis ging um 32 Prozent zurück, weil die Bank sich aus Teilen des Kapitalmarktgeschäfts wie dem Eigenhandel zurückgezogen hat.

Das ließ sich auch durch höhere Provisionen für Wertpapiere und Hypothekenkredite nicht wettmachen.

Die Bankenabgabe, mit der die EU einen Topf für die nächste Finanzkrise füllen will, ist nach Branchenschätzungen in etwa doppelt so hoch wie die bisher in Deutschland erhobene Abgabe. Zudem muss der Aufwand bereits im ersten Quartal voll gebucht werden; bisher war die Abgabe auf vier Quartale verteilt worden.

Diese Banken haben die beste Kernkapitalquote

Platz 8

Crédit Agricole (Frankreich) – 9,0 Prozent

Kernkapitalquote nach Basel III ausgewählter Banken, 1. Quartal 2014, Quellen: Bloomberg, Thomson Reuters

Platz 7

Deutsche Bank – 9,5 Prozent

Platz 4

Bank of America (USA) – 9,6 Prozent

Platz 4

JP Morgan (USA) – 9,6 Prozent

Platz 4

Barclays (Großbritannien) – 9,6 Prozent

Platz 3

BNP Paribas (Frankreich) – 10,6 Prozent

Platz 2

HSBC (Großbritannien) – 10,8 Prozent

Platz 1

UBS (Schweiz) – 13,2 Prozent

Die HVB bezifferte die Belastung auf 70 Millionen Euro. Auch andere Großbanken haben deutlich höhere Beträge dafür zurückgestellt als im vergangenen Jahr.

Der Umbau des Filialgeschäfts der HypoVereinsbank ist im vollen Gange. Bis zum Jahresende soll das Geschäftsstellen-Netz um fast die Hälfte auf 341 Filialen ausgedünnt werden, nachdem immer mehr Kunden ihre Bankgeschäfte im Internet erledigen. Knapp die Hälfte der verbleibenden Filialen seien bisher modernisiert worden, teilte die Bank mit. Das schlage sich in einem steigenden Wertpapier-Anlagevolumen und Zuwächsen in der privaten Baufinanzierung nieder.

Von

rtr

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