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13.11.2014

10:16 Uhr

Folgen der Ukraine-Krise

Bank Austria warnt vor Wachstumseinbrüchen

Ukraine-Krise und schwacher Welthandel könnten die Entwicklung der gesamten Osteuropa-Region beeinflussen, davor warnt die österreichische Unicredit-Tochter Bank Austria. Vor allem die Balkanstaaten sind wohl betroffen.

Im ersten Halbjahr hatte die Bank Austria bereits 30 Millionen zurückgestellt, nun erhöhte sie das Polster auf 107 Millionen Euro. Reuters

Im ersten Halbjahr hatte die Bank Austria bereits 30 Millionen zurückgestellt, nun erhöhte sie das Polster auf 107 Millionen Euro.

WienDie Unicredit-Osteuropatochter Bank Austria warnt angesichts der Krise in der Ukraine und Russland vor schwindenden Wachstumsaussichten für einige Länder der Region. „Die Ereignisse in Russland und der Ukraine haben für geopolitische Unsicherheit in Zentral- und Osteuropa gesorgt, wie sie seit vielen Jahren nicht mehr bestanden hat“, teilte das Institut am Mittwoch mit.

Sie würden zusätzlich zum schwachen Welthandel in den kommenden Quartalen die Entwicklung der gesamten Region beeinflussen. Vor allem die Wirtschaft auf den Balkanstaaten werde wohl nur wenig wachsen. Über die österreichische Tochter Bank Austria leitet die italienische Großbank Unicredit weite Teile ihres Osteuropa-Geschäfts.

Im dritten Quartal hat sich die Bank in Osteuropa trotz der Krise im operativen Geschäft gut geschlagen. Dank geringerer Rückstellungen für faule Kredite stieg das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Fünftel auf 571 Millionen Euro.

Unter dem Strich stand aber dennoch ein 20 Prozent geringerer Gewinn von 416 Millionen Euro. Grund dafür waren weitere Rückstellungen für ein neues Kreditgesetz in Ungarn, das Banken zwingt, rückwirkend Zinsen und Gebühren für Fremdwährungskredite zu senken.

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Im ersten Halbjahr hatte die Bank Austria dafür bereits 30 Millionen zurückgestellt. Nach den ersten neun Monaten erhöhte sie dieses Polster auf 107 Millionen Euro. Zudem hatte das Institut im vergangenen Jahr vom Verkauf von Versicherungsbeteiligungen in der Türkei profitiert.

Dennoch erwirtschaftete die Bank Austria weiterhin einen großen Teil des gesamten Gewinns der Gruppe. Der Gewinn des Unicredit-Konzerns stieg im dritten Quartal um 80 Prozent auf 722 Millionen Euro.

Von

rtr

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