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01.02.2010

07:21 Uhr

Fondsdienstleister

LBBW steigt bei Dekabank aus

VonFrank Matthias Drost

ExklusivIn den Verkaufsprozess des Fondsdienstleisters Dekabank kommt Bewegung. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) will ihren Anteil in Höhe von 15 Prozent verkaufen. Ein Käufer ist bereits in Sicht.

Die LBBW ist zum Verkauf ihrer Dekabankanteile bereit. Quelle: ap

Die LBBW ist zum Verkauf ihrer Dekabankanteile bereit.

BERLIN. Ende Februar werde die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) offiziell über die Verkaufspläne informieren, erfuhr das Handelsblatt aus Finanzkreisen. Die Sparkassen stünden zur Übernahme der Anteile bereit. Die Sparkassen und die LBBW haben bereits ein Bewertungsgutachten für die Dekabank in Auftrag gegeben.

An der Dekabank halten Sparkassen und Landesbanken jeweils 50 Prozent. Die LBBW will sich im Zuge einer Konzentration auf ihre Kernaktivitäten von ihren Anteilen trennen.

Der neue Bundesobmann der Sparkassen, Helmut Schleweis, forderte die Sparkassen dazu auf, die Chance zu nutzen. "Es ist ein alter Traum der Sparkassen, die Mehrheit an der Deka zu besitzen", sagte Schleweis dem Handelsblatt. Auch der Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV), Claus-Friedrich Holtmann, signalisierte Kaufbereitschaft. "Wir sind immer gesprächsbereit, um der LBBW Anteile an der Dekabank abzukaufen", sagte Holtmann.

Entsprechend dem Gewicht des OSV in der Sparkassenorganisation wäre ein Anteil von zehn Prozent an der Dekabank realistisch. Derzeit liegt er bei 1,8 Prozent. Der Wert der Dekabank hat wieder zugelegt. Für 2009 erwartete das Unternehmen einen Gewinn von rund 600 Mio. Euro. Einen dreistelligen Millionenbetrag wird der OSV nach Expertenschätzung zahlen müssen.

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