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23.02.2017

16:49 Uhr

Fondsgesellschaft

Union Investment macht weniger Gewinn

Für Union Investment war 2016 kein erfolgreiches Jahr. Der Gewinn der Fondsgesellschaft brach aufgrund von Regulierungskosten und Investitionen ein. Die Kunden legten ihr Geld dennoch zuhauf bei Union Investment an.

Die Fondsgesellschaft kämpfte im vergangenen Jahr mit Regulierungskosten – der Gewinn brach ein. PR

Union Investment

Die Fondsgesellschaft kämpfte im vergangenen Jahr mit Regulierungskosten – der Gewinn brach ein.

FrankfurtDie Fondsgesellschaft Union Investment hat im vergangenen Jahr wegen höherer Regulierungskosten und verstärkter Investitionen weniger Gewinn gemacht. Das Ergebnis vor Steuern sank um 16 Prozent auf 468 Millionen Euro. „2016 war kein einfaches, aber für Union Investment erneut ein sehr erfolgreiches Jahr“, sagte Vorstandsvorsitzender Hans Joachim Reinke am Donnerstag. Trotz des Gewinnrückgangs habe die genossenschaftliche Fondsgesellschaft das drittbeste Ergebnis in ihrer 61-jährigen Geschichte eingefahren.

Die verwalteten Vermögen erreichten mit 292,3 Milliarden Euro einen neuen Höchststand – auch weil Privatkunden und institutionelle Anleger weiterhin viel frisches Geld zu Union tragen. Das Nettoneugeschäft lag mit 23,2 Milliarden Euro auf dem zweithöchsten Wert aller Zeiten – nach dem Rekordjahr 2015, als die Union 26,2 Milliarden Euro einwarb.

Während der Branchenverband BVI vor wenigen Tagen von einem kräftigen Einbruch der Zuflüsse bei den Publikumsfonds berichtete, legten die Privatanleger bei Union Investment mit 7,1 Milliarden Euro nur etwas weniger frisches Geld an als im Vorjahr. Union Investment habe vom starken Vertrieb über die Volks- und Raiffeisenbanken profitiert, erläuterte Reinke. Gefragt waren unter anderem Offene Immobilienfonds. Diese Nachfrage konnte Union Investment aber nur zu einem kleinen Teil bedienen. Nach elf Wochen seien alle Anteile an Offenen Immobilienfonds verkauft gewesen.

Bei den institutionellen Kunden wie Versicherern und Pensionskassen stellt Union Investment wegen der niedrigen Zinsen eine höhere Risikobereitschaft fest. „Die Kunden suchen händeringend nach Ertragsquellen, um ihre Anlageziele zu erreichen“, sagte Reinke. Union habe 74 Neukunden gewonnen, davon 71 aus dem nicht-genossenschaftlichen Sektor.

Reinke steht seit fast sieben Jahren an der Spitze der Union Investment. Einen Wechsel innerhalb des genossenschaftlichen Lagers oder zu einer anderen Fondsgesellschaft schloss er aus. Er habe den besten Job der Welt, sagte Reinke. „Ich bin jung und brauche das Geld und will hier sitzen bleiben.“

Von

rtr

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