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02.08.2011

07:27 Uhr

Französische Bank

BNP Paribas verdient überraschend wenig

Die BNP Paribas hat sich mit über 500 Millionen Euro am Rettungspaket für Griechenland beteiligt - und damit Gewinn eingebüßt: Der Nettogewinn stieg um lediglich ein Prozent auf 2,13 Milliarden Euro.

Das Logo der BNP Paribas: Die Bank verdiente überraschend wenig. Quelle: dpa

Das Logo der BNP Paribas: Die Bank verdiente überraschend wenig.

ParisDie französische Großbank BNP Paribas hat im zweiten Quartal mit einem starken Ergebnis im Privatkundengeschäft Belastungen aus der Griechenland-Krise wettgemacht. Der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent auf 2,13 Milliarden Euro, wie das Institut am Dienstag in Paris mitteilte. Damit übertraf es die Erwartungen von Analysten leicht. In allen operativen Sparten gab es zumindest leichte Verbesserungen. Am besten schlug sich das Privatkundengeschäft - der Vorsteuergewinn der Sparte legte um 27 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro zu. Für das Gesamtjahr gab sich Vorstandschef Baudouin Prot zuversichtlich, die Rendite des Konzerns über die 12,3 Prozent von 2010 zu heben.

Das Institut kündigte an, sich am Rettungspaket für Griechenland zu beteiligen. Deshalb schrieb es auf seine griechischen Staatsanleihen 534 Millionen Euro ab. Das trieb die Kosten für die Risikovorsorge um ein Viertel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,35 Milliarden Euro nach oben. Ohne den Griechenland-Effekt wären die Rückstellungen für faule Kredite erneut gesunken. Am Aktienmarkt kamen die Nachrichten nicht gut an. Das im Euro Stoxx 50 notierte Papier gab in der ersten halben Handelsstunde um mehr als zwei Prozent nach und fiel auf den tiefsten Stand 2010.

BNP Paribas gilt als eine der am stärksten in Griechenland engagierten Banken. Die nun vorgenommenen Abschreibungen entsprechen 21 Prozent des Wertes der bis Ende 2020 auslaufenden Anleihen und waren damit exakt so hoch, wie es der wie vom europäischen Bankenverband IIF zuvor berechnet hatte. Bei BNP kommen weitere 26 Millionen Euro Belastungen für die Griechenland-Hilfe aus ihren Beteiligungen an Versicherungen hinzu. Die europäische Finanzbranche will im ersten Schritt rund 50 Milliarden Euro zur Griechenland-Rettung beitragen, in dem sie griechische Staatsanleihen in neue Papiere mit längeren Laufzeiten tauscht und dafür Abschläge in Kauf nimmt.

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