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19.07.2013

20:03 Uhr

Frisches Kapital

Hypo Alpe Adria braucht 700 Millionen Euro

Das Geld wird knapp: Die österreichische Staatsbank wird ihr Kapitalpolster aufbrauchen, um den Abbauplan der EU zu erfüllen. Die Hauptversammlung soll nun eine Kapitalerhöhung von 700 Millionen Euro beschließen.

Die Hypo Group Alpe Adria Bank in Klagenfurt, Österreich: Nachdem die Hypo in bedrohliche Schieflage gekommen war, hatte Österreich die Bank 2009 verstaatlicht. Reuters

Die Hypo Group Alpe Adria Bank in Klagenfurt, Österreich: Nachdem die Hypo in bedrohliche Schieflage gekommen war, hatte Österreich die Bank 2009 verstaatlicht.

FrankfurtDie angeschlagene österreichische Staatsbank Hypo Alpe Adria braucht eine weitere Geldspritze. Im Zuge des von der EU verordneten Abbauplans werde für das erste Halbjahr ein Verlust anfallen, der das Kapitalpolster aufzehren werde, teilte die Bank am Freitag mit. Um die Kapitalanforderungen zu erfüllen, soll die Hauptversammlung am 23. Juli eine Kapitalerhöhung von 700 Millionen Euro beschließen, wie die Bank am Freitag mitteilte.

Österreich hat für das laufende Jahr bereits eine Geldspritze von 700 Millionen Euro für die Bank vorgesehen. Ob diese ausreicht oder nicht, hängt nun von den finalen Verhandlungen mit der EU ab. Die Hypo hatte in der Krise und danach bereits mehrere Milliarden an Staatshilfen erhalten. Als Ausgleich fordert die EU-Kommission Zugeständnisse.

Nach monatelangen Verhandlungen hatte Österreich Ende Juni einen überarbeiteten Vorschlag nach Brüssel geschickt. Er sieht neben dem bereits vereinbarten Verkauf der Österreich-Tochter noch im laufenden Jahr einen Verkauf der Südosteuropa-Tochter bis Mitte 2015 vor. Ursprünglich hatte die EU eine Trennung von allen Töchtern bis Ende 2013 gefordert. Weil diese aber nicht rasch ohne große Verluste möglich schien, hätte ein solches Szenario die Staatsfinanzen voraussichtlich schwer belastet.

Größte Investmentbanken im globalen Fusionsgeschäft

Rang 10

Deutsche Bank

41 Milliarden Dollar*

(-61 Prozent gg. Vorjahr)

*alle Zahlen: Betreutes Übernahmevolumen weltweit im 1. Quartal 2013 / Quelle: Merger Market

Rang 9

Centerview Partners

48 Milliarden Dollar

(+631 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 8

Citi

52 Milliarden Dollar

(-49 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 7

Barclays

55 Milliarden Dollar

(-51 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 6

Morgan Stanley

57 Milliarden Dollar

(-41 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 5

Credit Suisse

69 Milliarden Dollar

(-27 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 4

Lazard

70 Milliarden Dollar

(+132 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 3

Bank of America Merrill Lynch

90 Milliarden Dollar*

(+43 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 2

Goldman Sachs

104 Milliarden Dollar

(-14,5 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 1

JPMorgan

124 Milliarden Dollar*

(+6,5 Prozent gg. Vorjahr)

*alle Zahlen: Betreutes Übernahmevolumen weltweit im 1. Quartal 2013 / Quelle: Merger Market

Das Geschäft in Südosteuropa ist mit 250 Filialen in Slowenien, Kroatien, Serbien, Montenegro und Bosnien und zuletzt 4300 Beschäftigten die größte operative Tochter der Hypo. Der dritte Bereich – die kriselnde Italien-Tochter - soll ab Juli kein Neugeschäft mehr annehmen und dürfte in Folge abgewickelt werden.

Österreich erwartet nach früheren Angaben, dass die EU-Komission bis zum Herbst entscheidet, ob sie dem Plan zustimmt. Nachdem die Hypo in bedrohliche Schieflage gekommen war, hatte Österreich die Bank 2009 verstaatlicht.

Von

rtr

Kommentare (1)

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19.07.2013, 20:49 Uhr


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