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13.07.2011

19:51 Uhr

Fusion mit der NYSE

Deutsche-Börse-Aktionäre tauschen Anteile

Bis um Mitternacht müssen 75 Prozent der Deutsche-Börse-Aktionäre ihre Anteile umgetauscht haben. Nur dann kommt es zu einer Fusion mit der Nyse Euronext.

Börsenparkett der Frankfurter Börse Quelle: dpa

Börsenparkett der Frankfurter Börse

FrankfurtImmer mehr Aktionäre der Deutschen Börse machen dem Dax-Konzern den Weg zur Fusion mit der Nyse Euronext (NYSE), besser bekannt als „Wall Street“, frei. Wenige Stunden vor Ende der Andienungsfrist hatten die Anteilseigner des Frankfurter Marktbetreibers 60,16 Prozent ihrer Aktien zum Tausch in Titel der gemeinsamen Börsenholding eingereicht, wie ein Unternehmenssprecher am Mittwoch sagte.

Die für die Fusion gegründete Gesellschaft namens Alpha Beta Netherlands Holding soll mindestens 75 Prozent des Grundkapitals einsammeln. Wird diese Schwelle nicht bis Mitternacht erreicht, soll der Zusammenschluss mit der NYSE zum weltgrößten Börsenkonzern abgeblasen werden.

Bis Dienstagnachmittag hatten die Deutsche-Börse-Aktionäre 34,55 Prozent der Stimmrechte angedient. Viele Investoren entscheiden sich bei derartigen Transaktionen erst in letzter Minute. Experten glauben daher nicht, dass die Fusionspartner scheitern. Schon die hohe Annahmequote am Dienstag habe ein starkes Signal gesendet, sagten die Analysten von Silvia Quandt Research. Auch die Experten der LBBW sind zuversichtlich: Die Deutsche Börse werde die Hürde von 75 Prozent überspringen, prognostizieren sie.

Es sprächen aus Sicht der Anteilseigner mehrere Faktoren dafür, das Umtauschangebot anzunehmen. So dürften die neuen Aktien, die die Investoren nach einem Tausch bekommen, liquider sein und damit mehr Flexibilität bieten, erklären sie. Zudem winkt eine Sonderdividende - aber nur denjenigen, die ihre Aktie andienen und wenn die 75-Prozent-Hürde genommen wird. Zwei Euro je Aktie wurden den Investoren des Dax-Konzerns versprochen, falls der Deal gelingt.

Nach Einschätzung der LBBW stellen die Regulierungsbehörden, die den Zusammenschluss genehmigen müssen, das größte Hindernis dar. Wie viele Aktien für den Tausch in Titel des neuen Börsenriesen eingereicht wurden, dürfte spätestens am Freitag mitgeteilt werden. Die Investoren des US-Konzerns haben bereits vergangene Woche der Fusion zugestimmt. Die Deutsche Börse hatte im Februar angekündigt, den Mutterkonzern der NYSE für zehn Milliarden Dollar (rund sieben Milliarden Euro) kaufen zu wollen. Damit entstünde der größte Börsenkonzern der Welt.

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