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04.02.2004

11:15 Uhr

Fusion wird wahrscheinlicher

ABN Amro auf Rekordfahrt

Dank strenger Kostenkontrolle und einer Belebung der Aktienmärkte hat die größte niederländische Bank ABN Amro im vergangenen Jahr den Reingewinn um rund ein Drittel auf Rekordhöhe gesteigert und sich damit als Fusionspartner ins Gespräch gebracht. Zugleich kündigte der Finanzriese die Abschaffung eines Abwehrmechanismus gegen Übernahmen an, was ihn vor allem für den US-Markt attraktiver machen dürfte.

HB AMSTERDAM. In Europa gibt ABN Amro nach Angaben von Mittwoch bei seinen Expansionsplänen dem italienischen Markt deutlich den Vorzug gegenüber dem deutschen. Hier zu Lande will sich das Institut auf ein organisches Wachstum im Geschäftskundenbereich konzentrieren. Nach einem Ergebniswachstum von knapp einem Drittel 2003 sagte der Konzern einen schwächeren Anstieg für das laufende Jahr voraus. Der Aktienkurs gab nach, was Analysten auf einen etwas schwächer als erwartet ausgefallenen Vorsteuergewinn zurückführten.

Die Niederländer hatten wie zahlreiche Konkurrenten mit einer milliardenschweren Umstrukturierung auf die Geschäftsflaute der Branche reagiert. Dabei wurden Konzernsparten geschlossen und weltweit rund 10 000 Arbeitsplätze abgebaut. Neben den Kostensenkungen trug auch die Erholung der Aktienmärkte, die dem Bereich Investmentbanking und Finanzmarkthandel zur Rückkehr in die Gewinnzone verhalf, zu der deutlichen Ergebnisverbesserung bei. Außerdem verringerte ABN Amro trotz des Engagements beim insolventen italienischen Lebensmittelriesen Parmalat im vergangenen Jahr die Rückstellungen für gefährdete Kredite.

Für 2003 wies die Bank einen Anstieg des Reingewinns um 31 % auf den Rekordwert von 3,16 Mrd. € aus. Der Zuwachs lag damit sowohl über dem Firmenziel von 25 % als auch den von Analysten vorausgesagten 28 %. Branchenexperten verwiesen allerdings darauf, dass der Überschuss von bestimmten Sondereinflüssen profitiert habe.

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