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30.10.2013

14:39 Uhr

Geheimhaltung angezweifelt

Banken zittern wegen des EZB-Stresstests

Die Deutsche Bank schaut gelassen auf die Bilanzprüfung durch die Europäische Zentralbank und glaubt auch den Stresstest zu verdauen. Doch die Branche fürchtet sich vor Indiskretionen während der Herz-und-Nieren-Prüfung.

SOS-Zeichen an der Euro-Skulptur in Frankfurt: „Es wird erwartet, dass es ein paar Opfer geben muss.“ dpa

SOS-Zeichen an der Euro-Skulptur in Frankfurt: „Es wird erwartet, dass es ein paar Opfer geben muss.“

FrankfurtInformationslecks beim Fitness-Check der 128 größten Finanzinstitute der Euro-Zone durch die EZB drohen nach Ansicht der deutschen Privatbanken die Finanzmärkte zu erschüttern. Es müsse geklärt werden, wie solche Lecks trotz der langen Zeit verhindert werden könnten, die zwischen den Teilen der dreistufigen Prüfung vergehen, forderte Michael Kemmer, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), am Mittwoch in Frankfurt.

„Ansonsten starten wir einen Flug, von dem wir nicht wissen, wo und wie wir landen.“ Spekulationen während der Tests über den Gesundheitszustand einzelner Banken seien zwar kaum vermeidbar, räumte Kemmer ein. Zu Indiskretionen dürfe es aber auf gar keinen Fall kommen. „Das Thema hat eine Menge Sprengstoff“, sagte Kemmer. Denn im schlimmsten Fall drohe der Verlust des Vertrauens der Investoren in den Bankensektor – mit unabsehbaren Folgen für die Branche und die europäischen Volkswirtschaften. Dann könnten die Banken einen möglichen Kapitalbedarf nicht mehr über Investoren an den Finanzmärkten decken und würden an der Börse abgestraft.

Die drei Stufen der EZB-Bankenprüfung

1. Stufe

Risikobewertung
In einem ersten Schritt prüft die EZB die Risiken in den Bankbilanzen. Dabei schaut sie auf die kurzfristig zur Verfügung stehenden Mittel (Liquidität), die Verschuldung und die Refinanzierung der Bank.

2. Stufe

Asset Quality Review
Im zweiten Schritt schaut sich die EZB mit einem einheitlichen Bewertungsmaßstab etwa für faule Kredite die Bestandteile der Bilanzposten an. Auf dieser Basis wird beurteilt, ob etwa ausreichende Rückstellungen gebildet worden sind. Dabei sind acht Prozent hartes Kernkapital als Zielquote vorgegeben – Banken, die darunter liegen, sollen voraussichtlich auf staatliche Auffangmechanismen zurückgreifen müssen.

3. Stufe

Stresstest
Als letzter Schritt vollzieht die EZB einen Stresstest: Wie reagieren die Bankbilanzen auf gewisse Risikoszenarien? Die Details für den Stresstest sind noch nicht bekannt. Alle drei Schritte sollen bis November 2014 vollzogen sein, wenn die EZB offiziell die Aufsichtsfunktion übernimmt.

Die EZB und die Aufsichtsbehörden in den bald 18 Euro-Ländern unterziehen die größten Banken der Währungsunion in den nächsten zwölf Monaten einer beispiellosen Überprüfung, bevor die Notenbank ab November 2014 offiziell deren Oberaufseher wird. Kernstücke des Checks sind ein Bilanz-TÜV mit einer detaillierten Prüfung von riskanten Portfolios bei den Banken.

Im Anschluss folgt ein Stresstest, bei dem untersucht wird, wie die Institute mit Krisen – etwa einem Einbruch der Immobilienmärkte – zurecht kommen würden. Der Bilanz-Check soll gegen Ende des zweiten Quartals, der Stresstest drei Monate später abgeschlossen sein. Erst am Ende der Prüfung, also im Oktober, will die EZB ein Gesamtergebnis veröffentlichen.

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

30.10.2013, 16:42 Uhr

Zitat : Banken zittern wegen des EZB-Stresstests

- das ich nicht lache.......! Wenn irgendeine Bank ein Problem hat, diese EZB Aufseher hinters Licht zu führen, so gibt es eine Menge Know-how bei griechischen und zypriotischen Banken...!

Gegen ein kleines Endgeld zeigen diese Spezies, wie man sowas macht !

Pequod

30.10.2013, 16:45 Uhr

Was soll da noch groß überprüft werden?
Bekannt ist, daß die europ. Banken inzwischen auf einem
Berg fauler Kredite von einer Billion sitzen. 18,2
Billionen fauler Papiere, bestehend aus Hypotheken
und faulen Staatsanleihen, wurden in 'Bad Banks' ver-
schoben und die genauen Summen der CDS der Schatten-
banken sind nicht erfaßbar. Ebenso sind die Summen der
inzwischen von der EZB aufgekauften faulen Staatsan-
leihen unbekannt, da aufgrund des Status der EZB des
Staats im Staat, diese nicht einmal in der Jahresbilanz
der EZB veröffentlicht werden müssen.
So sind hier die besten Voraussetzungen für einen
Massenkonkurs gegeben, bei der alle alles überwacht
haben und sich die Kontrolleure am Ende selber kon-
trollieren mit der Erkenntnis, daß man im Grunde
überhaupt nichts weiß, wie bei der Überprüfung der
zypriotischen Banken durch die europ. Bankenauf-
sicht bereits praktiziert.
So wird sich die EZB, als Staat im Staat, mit der
Erfindung seiner Kontrollen am Ende selbst auflösen
und mit ihrem Eigenleben, losgelöst vom ursprünglichen
Zweck der Geldwertstabilisierung, sich selbst eli-
minieren nachdem der ESM endgültig ausgeschöpft ist
und die BRD ihren Konkurs angemeldet hat.

RumpelstilzchenA

30.10.2013, 16:50 Uhr

EZB treibt Spionage bei den deutschen Banken und gibt ihre Informationen an Goldman Sachs weiter!
Draghi der Maulwurf...

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