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12.04.2013

12:31 Uhr

Geld für Mittelstand

EU-Bank kämpft mit Milliarden gegen Wirtschaftskrise

Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben die EU-Hausbank zur Krisenbekämpfung eingespannt. Ihr Präsident Hoyer sieht erste Erfolge. Bald sollen Projektanleihen Geldgeber für Großprojekte locken.

Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank (EIB), sieht Erfolge bei der Krisenbekämpfung. dpa

Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank (EIB), sieht Erfolge bei der Krisenbekämpfung.

DublinDie EU-„Hausbank“ sieht im Kampf gegen Rezession und Kreditklemme bei Unternehmen erste Erfolge. „Die Finanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen hat für uns große Bedeutung“, sagte der Präsident der Europäischen Investitionsbank (EIB), Werner Hoyer, der Nachrichtenagentur dpa am Freitag in Dublin am Rande des EU-Finanzministertreffens. Dafür sollten im laufenden Jahr gut 15 Milliarden Euro Kredite auf den Weg gebracht werden. „Außerdem nutzen wir innovative Instrumente, um die Gelder so effizient wie möglich einzusetzen. Mit den Portugiesen haben wir beispielsweise eine Staatsgarantie für Mittelstands-Kredite vereinbart.“

Die Bank mit Sitz in Luxemburg nimmt bis 2015 zusätzliche Mittel von insgesamt 60 Milliarden Euro in die Hand, um der Wirtschaftskrise zu begegnen. „Das wird, wenn man berücksichtigt, dass wir mit Partnern zusammenarbeiten und privates Geld mobilisieren, ein zusätzliches Investitionsvolumen von 180 bis 200 Milliarden Euro bedeuten“, sagte Hoyer. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten 2012 beschlossen, das eingezahlte EIB-Kapital für eine verbesserte Schlagkraft um zehn Milliarden Euro aufzustocken.

Größte Investmentbanken im globalen Fusionsgeschäft

Rang 10

Deutsche Bank

41 Milliarden Dollar*

(-61 Prozent gg. Vorjahr)

*alle Zahlen: Betreutes Übernahmevolumen weltweit im 1. Quartal 2013 / Quelle: Merger Market

Rang 9

Centerview Partners

48 Milliarden Dollar

(+631 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 8

Citi

52 Milliarden Dollar

(-49 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 7

Barclays

55 Milliarden Dollar

(-51 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 6

Morgan Stanley

57 Milliarden Dollar

(-41 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 5

Credit Suisse

69 Milliarden Dollar

(-27 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 4

Lazard

70 Milliarden Dollar

(+132 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 3

Bank of America Merrill Lynch

90 Milliarden Dollar*

(+43 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 2

Goldman Sachs

104 Milliarden Dollar

(-14,5 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 1

JPMorgan

124 Milliarden Dollar*

(+6,5 Prozent gg. Vorjahr)

*alle Zahlen: Betreutes Übernahmevolumen weltweit im 1. Quartal 2013 / Quelle: Merger Market

„Bei der Frage, was gegen die Jugendarbeitslosigkeit getan werden kann, sind wir in der Suchphase“, meinte der frühere Staatsminister im deutschen Außenamt. „Für die EIB ist das keine Kernkompetenz. Dennoch überlegen wir, wie wir Kapazitäten der Bank im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit mobilisieren können.“

Fortschritte sieht Hoyer bei den sogenannten Projektbonds, mit denen Großprojekte in der öffentlichen Infrastruktur für Geldgeber schmackhaft gemacht werden. „Wir wollen in diesem Jahr starten“, sagte er. „Wir sind in der Pilotphase bei der Vorauswahl der Projekte. Das reicht von Solarenergieprojekten in Spanien bis hin zu möglichen Verkehrsprojekten in Deutschland oder der Slowakei.“

Die größten Investmentbanken in Europa 2012

Platz 10

Den zehnten Platz im Geschäft mit Unternehmenskäufen und Zusammenschlüssen in Europa errang 2012 das Finanzhaus Lazard. Die Institut betreute Transaktionen im Wert von 129,4 Milliarden Dollar.

Quelle: Mergermarket

Platz 9

Die Credit Suisse betreute Fusionen und Übernahmen im Wert von 172,4 Milliarden Euro.

Platz 8

Die Bank Rothschild betreute 2012 Fusionen und Übernahmen im Volumen von 183,8 Milliarden Dollar.

Platz 7

Die US-Bank JP Morgan erreichte 2012 in Europa ein Transaktionsvolumen von 197,2 Milliarden Dollar.

Platz 6

Bank of America Merrill Lynch wies Deals über 200,5 Milliarden Dollar auf.

Platz 5

Die Citigroup betreute Transaktionen in Höhe von 206,4 Milliarden Dollar.

Platz 4

Die britische Bank Barclays war 2012 europaweit an Deals über 261,7 Milliarden Dollar beteiligt.

Rang 3

Den dritten Platz bei Übernahmen und Fusionen erlangte 2012 die Deutsche Bank mit 264,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Die US-Großbank Goldman Sachs erreicht 2012 in Europa ein Deal-Volumen von 295,1 Milliarden Dollar.

Platz 1

Den Spitzenplatz im Geschäft mit Fusionen und Übernahme in Europa erlangte 2012 die US-Bank Morgan Stanley mit 297,1 Milliarden Dollar.

Anders als bei einem klassischen EIB-Kredit legt die Luxemburger Förderbank zur Refinanzierung keine Anleihe auf, um damit ein Infrastrukturprojekt zu finanzieren. Stattdessen erfolgt die Finanzierung über eine Anleihe des jeweiligen Projektbetreibers. Die EIB und die EU-Kommission übernehmen einen Teil der Risiken, damit die Schuldverschreibungen des Betreibers für Investoren attraktiv sind.

Die im vergangenen Jahr von den EU-Staatenlenkern beschlossenen Projektbonds haben laut Hoyer ein großes Potenzial. „Ich stelle in Gesprächen mit Investoren aus aller Welt fest, dass sie dort ein neues Betätigungsfeld sehen, indem sie - mit Hilfe der Projektbonds - in die Infrastrukturfinanzierung in Europa einsteigen.“

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

12.04.2013, 13:02 Uhr

Oh bittteee.....kommt schon. Ich frage mich wirklich wie blind man sein muss um nicht zu erkennen dass die Hütte längst in Flammen steht bzw. vor dem kompletten Einsturz ist.

observer

12.04.2013, 13:08 Uhr

Das HB schrieb dazu 2011++++++++++++++++++++++

Banken in SingapurRiesen an die Leine

Singapur ist einer der wichtigsten Bankenstandorte in Südostasien. Zwar sind die Regularien überschaubar, doch wenn es um die Sicherheit der Wirtschaft geht, übertrifft der Staat international vorgeschriebene Regelungen.



von Stefan Mauer
Die DBS ist die größte Bank in Südostasien. Quelle: Reuters
Die DBS ist die größte Bank in Südostasien. Quelle: Reuters

MumbaiIm Jahr 2010 gehörte die Finanzbranche zu den am schnellsten wachsenden Sektoren in Singapur. Mit 12,2 Prozent Plus auf Jahressicht blieb sie lediglich hinter der verarbeitenden Industrie und dem Handel zurück. Sowohl der Tourismus als auch die allgemeinen Unternehmensdienstleistungen konnten nicht mit dem Finanzsektor des Stadtstaats mithalten. Dennoch entschied sich die Regierung, die eigenen Banken enger zu kontrollieren - und wagte den Spagat zwischen einfachen Regeln zur Niederlassung von ausländischen Banken und strenger Kontrolle der Geldmittel der heimischen Institute.

Denn was Basel III, der von den 20 großen Wirtschaftsnationen G20 beschlossene Standard für das Eigenkapital von Banken vorschreibt, das hat Singapur strenger geregelt. Seit Mitte des Jahres hat der Stadtstaat eigene Vorschriften erlassen, um die sechs heimischen Institute sicherer zu machen. Nach Einschätzung der dortigen Regierung wäre ein Bankrott jeder dieser sechs Banken eine Gefahr für die Stabilität der dortigen Wirtschaft - und bei der machen die Politiker keine Kompromisse. Geschadet hat dieses Verhalten dem Bankenstandort Singapur bisher nicht.

Im Gegenteil: Noch immer streben sowohl Kunden als auch Bankhäuser nach Singapur. Zur Jahresmitte rüttelte der „Global Private Banking and Wealth Management Report 2011“ der Beraterfirma Pricewaterhouse Coopers (PwC) die Bankenwelt auf, der voraussagte, dass bereits 2013 nicht mehr die Schweiz der wichtigste Standord ist.

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