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22.06.2015

13:24 Uhr

Geldinstitute

Bundesbank empfiehlt Banken Filialen zu schließen

Prognosen über die Zukunft von Bankfilialen unterscheiden sich nur in einem Faktor: Wie schnell die Zweigstellen dicht machen. Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret hält das Filialsterben „fraglos“ für den richtigen Weg.

Auch Sparkassen streichen Filialen und setzen vor allem auf dem Land verstärkt auf Geschäftsstellen ohne Personal – nur mit Geldautomaten und Kontoauszugdruckern. dpa

Sparkassen-Filiale

Auch Sparkassen streichen Filialen und setzen vor allem auf dem Land verstärkt auf Geschäftsstellen ohne Personal – nur mit Geldautomaten und Kontoauszugdruckern.

FrankfurtDie Bundesbank rät den heimischen Banken zum Abbau weiterer Filialen. Zwar sei deren Zahl schon seit einiger Zeit rückläufig, sagte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret am Montag auf einer Veranstaltung in Düsseldorf laut Redetext. „Aber der Bankenmarkt in Deutschland ist weiterhin relativ dicht besetzt und bietet fraglos Raum für weitere Konsolidierung“, sagte Dombret. Geldhäuser könnten so ihre Ertragskraft stärken.

Dombret ist im Bundesbank-Vorstand unter anderem für die Themen Banken und Finanzaufsicht zuständig. Nach Einschätzung des Bundesbank-Vorstands müssen deutsche Institute noch einiges tun, um im internationalen Vergleich gut abzuschneiden. „So befinden sich die Eigenkapital- und Gesamtkapitalrendite der deutschen Banken wegen des intensiven Wettbewerbs in Deutschland unterhalb des europäischen Durchschnitts“, führte Dombret aus.

Filialsterben (ausgewählte Bank-Gruppen)

Sparkassen

Zahl der Filialen (Ende 2010): 13.025

Zahl der Filialen (Ende 2013): 12.323

Veränderung 2013 vs. 2010: -5,3 Prozent

Quelle: Bundesbank

Volksbanken/Raiffeisenbanken

Zahl der Filialen (Ende 2010): 11.830

Zahl der Filialen (Ende 2013): 11.335

Veränderung 2013 vs. 2010: -4,2 Prozent

Großbanken

Zahl der Filialen (Ende 2010): 8.132

Zahl der Filialen (Ende 2013): 7.610

Veränderung 2013 vs. 2010: -6,4 Prozent

Regional- und Kreditbanken

Zahl der Filialen (Ende 2010): 2.604

Zahl der Filialen (Ende 2013): 2.424

Veränderung 2013 vs. 2010: -6,9 Prozent

Hauptgrund sei die relativ hohe Abhängigkeit der Geldhäuser vom Zinsgeschäft. Vielen Banken und Sparkassen machen derzeit die anhaltend niedrigen Leit- und Kapitalmarktzinsen zu schaffen. Das drückt auf die Erträge.

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Nach einer Schätzung der DZ Bank, dem Spitzeninstitut der Volks- und Raiffeisenbanken, steht ein wahrer Kahlschlag bei Bankfilialen bevor. Bis zum Jahr 2030 werde die Zahl der Filialen auf unter 20.000 zurückgehen, so das Ergebnis einer Ende Mai vorgestellten Studie des Geldinstituts. Das entspräche einem Rückgang von deutlich über 40 Prozent.

Ende 2013 gab es nach Daten der Bundesbank etwa 36.000 Bankfilialen in Deutschland (inklusive Bausparkassen). Gegenüber 2010 entsprach das bereits einem Rückgang von etwas mehr als fünf Prozent.

Von

rtr

Kommentare (1)

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G. Nampf

22.06.2015, 13:55 Uhr

Am Besten, man fängt mit der Schließung der Bundesbank (als vollkommen nutzlose Filiale der EZB, da reiner Befehlsempfänger selbiger) an.


Gerade ältere Leute, die Online-Banking nicht wollen oder es nicht beherrschen,, sind auf Filialen angewiesen.

Und wie ein Ort verödet, wenn die Bank schließt , erlebe ich gerade live.

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