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04.04.2013

21:36 Uhr

Geldwäsche-Kontrollen

Amerikaner nehmen HSH Nordbank ins Visier

Die amerikanischen Behörden halten die Regeln gegen Geldwäsche der US-Niederlassung der HSH Nordbank für ungenügend. Die Hamburger müssen verschärfte Kontrollen einführen und sich eine Untersuchung gefallen lassen.

HSH muss für die US-Niederlassung Kontrollen verschärfen und einen Berater einstellen. dpa

HSH muss für die US-Niederlassung Kontrollen verschärfen und einen Berater einstellen.

New YorkErst in der vergangenen Woche verpflichtete die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Citigroup zu härteren Maßnahmen gegen Geldwäsche. Nun kommt die US-Niederlassung der HSH Nordbank dran. Die Fed und die Finanzaufsicht des Bundesstaates New York haben die US-Niederlassung der HSH dazu verpflichtet, ihre Kontrollen gegen illegale Geschäfte zu verbessern.

Dazu müsse die Hamburger Bank binnen 30 Tagen einen unabhängigen Berater engagieren, erklärte die Fed am Donnerstag. Er soll die Präventionssysteme der HSH in den USA prüfen, die Bank bei der Verbesserung der Abläufe unterstützen und alles dokumentieren.

Die HSH erklärte, die technischen Systeme und Verfahren ihrer New Yorker Niederlassung erfüllten alle Anforderungen der deutschen Bankenaufsicht, jedoch nicht im vollen Umfang die amerikanischen Vorschriften.

„Die HSH Nordbank ist sich der Bedeutung der US-amerikanischen Anforderungen bewusst und hat der Aufsicht zugesichert, die notwendigen Nachbesserungen vorzunehmen.“ Die erforderlichen Maßnahmen seien bereits eingeleitet worden, die US-Aufsichtsbehörden würden über den Fortschritt laufend informiert.

„Einzelne Kundenbeziehungen und Transaktionen wurden von der Aufsicht nicht beanstandet“, betonte die HSH. Die amerikanischen Aufsichtsbehörden haben zuletzt ihre Bemühungen verstärkt, gegen illegale Geldströme vorzugehen.

So wurde nicht nur Citigroup verpflichtet, Geldwäsche-Kontrollen zu verschärfen, sondern Banken wie JPMorgan Chase davon abgehalten, interne Kontrollen zu schwächen. HSBC hatte im Dezember fast zwei Milliarden Dollar bezahlt, um einen Fall von unentdeckten Drogengeldern aus Mexiko zu begleichen.

Kommentare (1)

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esboern

05.04.2013, 10:27 Uhr

Wird Zeit, daß die Deutschen Betrüger- u. Pleitebanken genau unter die Lupe genommen werden, sonst wird es für den Deutschen Steuerzahler noch viel teurer. In Deutschland wird gegen unsere Betrügerbanken von der Politik nichts unternommen

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