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19.02.2016

20:02 Uhr

Geldwäschevorwürfe gegen ICBC

Spanien nimmt weiteren chinesischen Bänker fest

Im Zuge der Geldwäschevorwürfe gegen die chinesische Großbank ICBC ist ein weiterer hochrangiger Banker verhaftet worden. Das Institut soll mindestens 40 Millionen Euro Schwarzgeld außer Landes geschafft haben.

Bereits am Mittwoch war die Madrider Niederlassung der chinesischen Großbank durchsucht worden. Dabei hatte es erste Verhaftungen gegeben. AP

Vorwürfe gegen ICBC

Bereits am Mittwoch war die Madrider Niederlassung der chinesischen Großbank durchsucht worden. Dabei hatte es erste Verhaftungen gegeben.

MadridDie Affäre um mutmaßlich illegale Geschäfte der chinesischen Großbank ICBC in Spanien hat sich weiter zugespitzt. Nach der Festnahme von fünf führenden Mitarbeitern des Geldhauses am Mittwoch nahm die paramilitärische Zivilgarde am Freitag in Madrid einen weiteren Direktor des Geldhauses in Gewahrsam. Wie die staatliche Nachrichtenagentur efe unter Berufung auf Justizkreise berichtete, handelte es sich um die Nummer zwei der Bank in Europa.

ICBC-Mitarbeiter sollen durch Transfers nach China mindestens 40 Millionen Euro Schwarzgeld gewaschen haben. Drei der Festgenommenen wurden laut efe am Freitag im Madrider Vorort Parla in Handschellen erstmals dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Es werde untersucht, ob Gelder der chinesischen Mafia illegal außer Landes geschafft worden seien, hieß es. Rund 100 Polizeibeamte hatten am Mittwoch die ICBC-Niederlassung in Madrid stundenlang durchsucht. Die europäische Polizei Europol unterstützt die Spanier bei den Ermittlungen.

ICBC: Chinesische Banker in Spanien verhaftet

ICBC

Chinesische Banker in Spanien verhaftet

Mitarbeiter der chinesischen Staatsbank ICBC sollen mindestens 40 Millionen Euro Schwarzgeld gewaschen haben. Es ist nicht das erste Mal, dass Behörden sich Banken aus Fernost vorknöpfen.

Die Ermittler waren nach eigenen Angaben bei der Zerschlagung eines chinesischen Geldwäscherrings in Spanien im Mai 2015 auf ICBC aufmerksam geworden. ICBC teilte derweil mit, die Gesetze gegen Geldwäsche würden von der Bank „strikt befolgt“.

Von

dpa

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