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06.01.2010

07:00 Uhr

Genossenschaftsbank

Volksbank Wiesbaden stärkt Private Banking

VonYasmin Osman

Die Wiesbadener Volksbank will das Geschäft mit vermögenden Privatkunden in diesem Jahr deutlich ausbauen. Der Ausbau des Private Banking zähle zu den "ehrgeizigsten Wachstumsinitiativen" der Bank in den nächsten Jahren, sagte Volksbankchef Rolf Hildner. Das Institut erhofft sich damit mehr Provisionen und eine stärkere Kundenbindung.

Volksbankchef Rolf Hildner: Ausbau des Private Banking zählt zu den ehrgeizigsten Wachstumsinitiativen. PR / Wiesbadener Volksbank eG

Volksbankchef Rolf Hildner: Ausbau des Private Banking zählt zu den ehrgeizigsten Wachstumsinitiativen.

WIESBADEN. Schon in diesem Jahr erhofft sich die Genossenschaftsbank dadurch ein "deutliches Plus" bei den Provisionseinnahmen. Der Marktanteil des Instituts liegt in Wiesbaden laut Hildner aktuell bei 20 bis 22 Prozent.

Für eine Genossenschaftsbank ist das bemerkenswert viel. Deutschlandweit liegt der Marktanteil der Volks- und Raiffeisenbanken bei dieser Klientel im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Das ist einer der Gründe dafür, dass die genossenschaftlichen Zentralbanken DZ Bank und WGZ Bank derzeit an einem Private-Banking-Angebot für Volksbanken arbeiten. Erste Pilotprojekte sind bereits angelaufen.

Hildner, der derzeit den Aufsichtsrat der DZ Bank leitet, begrüßt diese Initiative. "Das wird die Möglichkeiten der Ortsbanken erweitern", sagte er. Im genossenschaftlichen Finanzverbund gebe es da einen gewissen Nachholbedarf. Die Wiesbadener Volksbank werde aber wohl nur im Einzelfall auf das Angebot zurückgreifen. Für die Volksbank ist die intensive Beratung auch ein Mittel, um die Kundenbindung an die Bank zu erhöhen, denn der Wettbewerb ist hart.

Geschäftlich lief das Jahr für das Wiesbadener Institut rund. Das Betriebsergebnis nach Bewertung stieg um 81,6 Prozent auf 37,6 Mio. Euro. Damit will die Bank eine Dividende von sechs Prozent finanzieren. Zum guten Ergebnis trugen eine niedrige Risikovorsorge und der um knapp 20 Prozent höhere Zinsüberschuss bei: Wegen der lockeren Geldpolitik hat sich der Unterschied zwischen kurz- und langfristigen Zinssätzen stark erhöht. Davon profitieren Banken, da sie sich meist kurzfristiger refinanzieren, als sie Kredite vergeben.

2010 wird für Hildner, der 65 Jahre alt wird, das letzte Jahr an der Spitze der Volksbank. Zum Jahresende scheidet er aus. Auch sein Sitz im Aufsichtsrat der DZ Bank muss deshalb bei der nächsten Hauptversammlung neu besetzt werden.

Kommentare (5)

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Gätjen

08.01.2010, 18:45 Uhr

Private banking

geno majestetics

18.01.2010, 13:50 Uhr

Eine weitere Lachnummer. Nachdem im Verbund mit der DZ bank Kleinanleger um Ersparnisse durch die maroden DG Fonds gebracht wurden, schielt man jetzt auf "vermögende Clientel" der Volksbanken. Die Kunden werden aufpassen, auch bei denen hat sich nämlich herumgesprochen, dass die DZ bank noch nicht mal in der Lage ist, einfache immobilienfonds zu managen. Die Pleitefonds der DG Anlage mit Milliardenverlusten auf Kosten der Anleger sind dafür ein beispiel.
Glückauf, die Kleinanleger mit den DG Fonds über den Tisch gezogen, jetzt will man an "vermögende Kunden" ran!

Bankgenosse

18.01.2010, 15:47 Uhr

Wenigstens kassiert die Volksbank diesmal nicht die Provisionen nicht hinter dem Rücken der Kunden, sondern gibt offen zu, dass Provisionen der Antrieb für den Einstieg in dieses Geschäft sind. Das ist wohl ein Erfolg der Gerichte, die mehrere Volksbanken wegen heimlicher Provisonszahlungen zu Schadenersatzzahlungen an geschädigte Anleger verurteilt haben.

Merke: Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt. Auch bei der Volksbank Wiesbaden sind es Provisionen. Der Eintieg ins Private banking soll den Weg frei machen für höhere Provisionseinnahmen.

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